Aug 12

In den letzten Tagen hat sich in Wallenhorst beim VDSL-Ausbau viel getan. An immer mehr Stellen der Gemeinde wurden die Multifunktionsgehäuse von Osnatel aufgestellt. Das sind die großen, breiten Kästen am Straßenrand, häufig neben kleineren Kästen. Multifunktionsgehäuse von Osnatel, am Pyer Kirchweg.

In diesen Multifunktionsgehäusen werden in den kommenden Wochen VDSL Ports als Outdoor-DSLAM eingebaut. Bis zum November sollen Standorte in Betrieb genommen werden. Je nach Entfernung des eigenen Hauses sind dann Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s möglich. Leider ist schon jetzt klar, dass dieser Ausbau nicht flächendeckend erfolgt. Es wird auch nach diesem Ausbau „weiße“ Flecken in Wallenhorst geben, wo man weiter mit Geschwindigkeiten von weniger als 6 Mbit/s (DSL 6000) auskommen muss.

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Apr 24

Das Problem Verschlüsselungstrojaner grassiert seit einigen Wochen und ein Ende ist nicht absehbar. Kamen die ersten Wellen sehr erfolgreich über die längst totgesagte Variante von Scripten in MS-Office Dateien, so wird scheinbar nun wieder verstärkt auf „bewährte“ Exploit-Kits zurückgegriffen, die z.B. Lücken in Flash-Player oder anderen Programmen ausnutzen. Selbst wenn nur ein Prozent der Betroffenen das Lösegeld zahlen, kommt da hohes Sümmchen für die Hintermänner zusammen. Die tatsächliche Rate der Zahler liegt Schätzungen zufolge zwischen drei und fünf Prozent, was bei 10.000 Infektionen pro Tag (allein in Deutschland!) und durchschnittlichen 150 Euro Lösegeld Einnahmen zwischen 45.000 und 75.000 Euro generieren würde. Pro Tag und nur Opfer aus Deutschland. Diese eher konservativ geschätzten Zahlen verdeutlichen die Lukrativität dieses „Geschäftes“. weiterlesen »

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Jan 01

Sind Sie auch die ganzen Rückblicke leid? Schon zum 1. Advent flimmerten die ersten Jahresrückblicke über den Flatscreen. Jetzt zum wirklichen Ende des Jahres kann man sich gar nicht mehr vor Rückblicken wie „die besten…“, „die schönsten…“ aber auch die „die schlimmsten Ereignisse…“ retten. Da machen wir nicht mit! Flugs die Glaskugel poliert und reingeschaut, was 2016 alles bringen wird… weiterlesen »

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Dez 06

In den letzten Tagen haben es wieder zahlreiche SPAM-Mails durch die Wächter der diversen Mailanbieter geschafft. Zahlreiche Mails enthielten eine längst totgeglaubte Spezies, nämlich Scriptviren. Aber auch Phishing-Mails sind wieder verstärkt im Umlauf. Die locken die Leser auf gefälschte Webseiten um dort Zugangsdaten abzufischen und haben aufgrund dieser Arbeitsweise auch ihren Namen erhalten.

Konnte man früher über solche Mails schmunzeln, weil sie in schlechtem Deutsch und mit falschen Daten verfaßt waren, sind sie inzwischen täuschend echt und werden zur großen Gefahr. Besonders bei PayPal. weiterlesen »

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Okt 15
 In den letzten Tagen tauchen mehr und mehr Meldungen über eine Software namens Wifatch oder Linux.Wifatch auf, die offene Türen in Routern schließt und teilweise sogar Firmwareupdates einspielt. Das klingt nach einer nützlichen Software, aber man kann sie nirgendwo downloaden.
Aber Linux.Wifatch ist erst mal ein Trojaner, wie andere auch. Er befällt in erster Linie Router und andere Geräte der Internet of Things Welt. Diese sind sehr häufig erschreckend schlecht abgesichert, so dass der Befall sehr einfach ist. Default-Passwörter wie „0000“ oder „password“ für den mächtigen Telnet-Zugang sind die Regel, nicht die Ausnahme. Und ein infizierter Router wird häufig selten oder gar nicht vom Besitzer als solches wahr genommen. weiterlesen »

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Aug 02

Baustellen nerven. Besonders auf der Autobahn, im Stau. Hier ein paar Bilder von Baustellen und fertigen Multifunktionsgehäusen im Osnabrücker Stadtteil Eversburg und im angrenzenden Lotte, die dem Blogger auf einer Radtour vor die Linse kamen. Von solchen Baustellen kann es gar nicht genug geben in Deutschland.

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Jul 21

Ab 2016 kommt der neue Standard DVB-T2 und wird dann bis 2019 DVB-T ablösen. Da der neue Standard nicht abwärtskompatibel ist, können die bisherigen Empfänger nicht weiter genutzt werden. DVB-T2 Geräte sind in Deutschland noch Mangelware, bei unseren europäischen Nachbarn aber schon ab 30 Euro zu haben. Wo ist der Haken? weiterlesen »

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Aug 10

In dieser Woche überschlugen sich die Ereignisse. Nach einem Bericht in der New York Times entdeckte die Sicherheitsfirma Hold Security den Diebstahl von ca 1,2 MIlliarden Zugangsdaten, also Kombinationen aus Mailadresse bzw. Benutzername und einem Passwort bzw. einem Passwort-Hash. Diese sollen von etwa 400.000 Webseiten kommen. Allein diese riesige Zahl macht deutlich, dass ein Großteil der Diebstähle wohl nicht in mühevoller Handarbeit erfolgten, sondern weitgehend automatisiert. Die Hacker dürften Sicherheitslücken in verbreiteter Software genutzt haben, entweder Lücken in der Server-Software oder bei den installierten Anwendungen.

Auch ein Live-Hack, der auf der Sicherheitskonferenz Black Hat vorgeführt wurde, gibt dem Verbraucher ein ungutes Gefühl. In ein mobiles Terminal, wie es millionenfach zum Auslesen von EC- und Kreditkarten benutzt wird, wurde eine vereinfachte Version des Spiels „Flappy Bird“ eingespielt. So harmlos der Hack anmutet, er beweist, dass es möglich ist, beliebigen Code auf diese Geräte zu bekommen und Kontrolle über die Tastatur zu erhalten. Damit wäre es möglich, PIN-Abfragen abzugreifen. Brisant wird der Hack durch die Tatsache, dass die Hacker davon ausgehen, dass dieser Hack bei ca 75% der weltweit eingesetzten Terminals funktiert.

Diese Meldungen und viele andere aus der Vergangenheit zeigen, dass es mit der Sicherheit eher schlecht bestellt ist. Betroffen waren in der Vergangenheit nicht nur kleine Firmen, sondern auch Branchengrößen wie ebay oder Sony, denen man genug Geld und Knowhow  für Datensicherheit unterstellen darf. Daher stellt sich die Frage, ob das Thema Sicherheit richtig angefaßt wird und ob die aktuellen Sicherheitskonzepte zeitgemäß sind. Bei Kartenterminals z.B. ist es ein altbekanntes, aber noch immer ungelöstes Problem: Der Nutzer muss der Maschine blind vertrauen und seine Daten (Karte und PIN) preisgeben. Er hat keine Möglichkeit zu kontrollieren, ob das Terminal wirklich das ist und macht, was es vorgibt. Die gleiche Problematik gilt inzwischen auch für viele Webseiten. Selbst wer die Adresse seiner Bank von Hand eintippt, kann nicht mehr sicher sein, auch auf der Webseite seiner Bank zu landen. Die Manipulationsmöglichkeiten sind hier vielfältig und reichen vom Trojaner auf dem eigenen Rechner über manipulierte Heimrouter bis hin zu manipulierten DNS-Servern bei Providern.

Ein Umdenken muss her und zwar auf allen Ebenen. Viele Webseitenbetreiber müssen sich mal ernsthaft fragen, ob es nötig ist, dass man sich auf Ihren Webseiten überhaupt anmelden muss. Benutzerdaten, die nicht erhoben werden, können auch nicht falsche Hände kommen. Updates der eingesetzten Software sollten selbstverständlich sein. Was bei Do-It-Yourself-Webmastern meist klappt, ist im gewerblichen Bereich schon ein Problem. Viele Firmen und Freiberufler lassen sich Ihre Webseite von einer Agentur erstellen, pflegen selber evtl. mal einige Inhalte ein, können aber keine Updates einspielen. Oft scheitert es daran, dass die Agenturen CMS-Systeme wie z.B. Typo3 einsetzen, die für den Zweck schon zu gross sind. Niemand wird seine Brötchen mit einem LKW vom Bäcker holen, aber ein (oft veraltetes) Typo3 für eine kleine ziemliche statische Webseite einer Arztpraxis oder eines Handwerkers werden Sie sehr oft finden. Die meisten Betroffenen haben nicht die geringste Ahnung, welche Zeitbombe sie da ticken haben. Aber auch die Webhoster selber müssen ihre Hausaufgaben machen. Server laufen meist nach dem Prinzip „Never change a running system“ und die Software wird selten Updates unterzogen. Angreifbare Serversoftware und veraltete Betriebssysteme mit bekannten Fehlern sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

Ein lobenswerter Anfang war die Aktion des Webhosters Goneo. Nach zahlreichen gehackten Ur-Alt Joomla Installationen von Kunden begann man, die Kunden zu informieren, dass man im Interesse aller Kunden Web-Accounts mit gefährlichen Alt-Versionen einige Tage später abschalten werde, wenn kein Update erfolgt. Der Antrieb dieser Aktion war aber weniger die Datensicherheit, sondern die Tatsache, dass die gehackten Joomlas die betroffenen Server so stark auslasteten, dass die Webseiten anderer Kunden auch nicht mehr funktionierten. Dennoch ist die Idee, die Webserver der Kunden nach bekannt gefährlichen Installationen abzuscannen, ein Ansatz für etwas mehr Sicherheit.

Ein anderer Ansatz wäre Datensparsamkeit und das konsequente Meiden von Webseiten mit obskuren Cookies (Cookies von Drittanbietern, meist Werbenetzwerken) und nervigen Sicherheitswarnmeldungen des Browsers. Was nützt ein Shop mit SSL Verschlüsselung, wenn ein Teil der Inhalte der Webseite doch wieder unverschlüsselt sind? Die meisten Browser warnen davor und das nervt. Grund genug, sein Geld woanders auszugeben – das ist meist die einzige Sprache, die sehr schnell in den Chefetagen verstanden wird. Wir Verbraucher haben es ein Stück weit in der Hand…

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Aug 02

1969 wurde mit dem Arpanet der Urahn des heutigen Internet in Betrieb genommen. Bereits 1971 war die E-Mail der wichtigste Dienst in diesem Netz. Aber wichtige Grundlagen des heutigen Internets wie z.B. das Protokoll TCP/IP existierten damals noch nicht. Erst Anfang der 83 wurden IPv4, ICMP und TCP eingeführt und die Voraussetzungen zur Zusammenschaltung von Netzen geschaffen.

Am 3. August 1984 war es dann auch in Deutschland soweit: Der deutsche Informatiker Michael Rotert empfing die erste E-Mail in Deutschland von Laura Breeden vom CSNET mit dem Betreff „Willkommen in CSNET!“. Wer mag, kann die ganze Willkommensmail von damals beim eco nachlesen. Das CSNET war eines der ersten Netze von Universitäten, das unabhängig vom US-Militär betrieben wurde.

Spam und Phishing-Mails gab es in den Anfangsjahren der Mail noch nicht. Der Preis pro übertragenem Megabyte war noch so hoch, dass eine Mail mit einer Größe von ca 5KB (eine locker beschriebene DIN A4 Seite) etwa 20 Pfennig kostete.  Neben dem universitärem Umfeld waren es in Deutschland einige Mailboxnetze wie z.B. MAUS, Z-Netz und später auch AmNet und einige Fido-Hubs, die ihren Usern über Gateways Zugang zu E-Mail ermöglichten. Erst später stellten Dienste wie AOL oder T-Online Ihren Nutzern Internet und E-Mail zur Verfügung.

21014 werden geschätzt allein in Deutschland 500 Milliarden E-Mails verschickt. Das werden etwa 7% mehr als im Vorjahr sein. Damit ist die E-Mail einer der am intensivsten genutzten Dienste im Internet. Der NSA-Überwachungsskandal hat der Beliebtheit nicht geschadet, allerdings würden deutschen Kunden nach Angaben von United Internet (GMX und web.de) verstärkt auf den Serverstandort achten und deutsche Angebote bevorzugen. Im Rahmen der Inititive E-mail-made in Germany hatten einige deutsche Anbieter ja zum 31. März diesen Jahres auch den Zwang zur Verschlüsselung beim Transport der E-Mails eingeführt, um potentiellen Abhörern die Arbeit zu erschweren.

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Jun 29

ebay-Datenabgleich

Aktuell erhalten deutsche eBay-Kunden eine Mail vom eBay Käuferschutz. Die Mail ist gut gemacht, sieht echt aus und spricht den Empfänger direkt mit echtem Namen an. Im Verlauf der Mail folgt die bei eBay gemeldete Wohnanschrift des Empfängers. Diese Daten dürften aus dem Datenklau im Frühjahr diesen Jahres stammen. Laut diverser Medien wurden eBay neben eBay-Usernamen und verschlüsselten Passwörtern auch die Klarnamen, Postadressen, Telefonnummern und das Geburtsdatum entwendet.

Ein klares Indiz dafür, dass die Mail nicht echt sein kann, ist die Abfrage von sensiblen Daten wie Bankverbindung und Kreditkartennummern einschließlich Monatslimit der Karte in einem relativ simplen HTML-Formular. Dennoch ist zu befürchten, dass diese Phishing-Aktion Erfolg haben wird, da die Mail ansonsten gut und professionell gemacht ist. Keine Rechtschreibfehler, Verwendung vertrauter Logos und echter Daten – das schafft „Vertrauen“. Auf gar keinen Fall das Formular ausfüllen – am besten gleich die Mail löschen.

 

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