Okt 04

Normalerweise berichte ich hier nicht über das, was mir als Kunden selbst widerfahren ist. Weil ja Einzelschicksale bekanntlich nicht zählen und das „über Tisch ziehen“ in dieser Branche nicht so unüblich ist. Heute mache ich mal eine Ausnahme, denn das was mir passierte, kann auch jedem anderen Verbraucher passieren. weiterlesen »

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Okt 21

In dieser Woche erschien die 14. TK-Marktanalyse des VATM, die als PDF kostenlos verfügbar ist. Sie zeigt wie kaum eine andere Marktbeochbachtung auf, wie es um den Wettbewerb und die Marktanteile auf dem deutsche TK-Markt bestellt ist. Naturgemäß legt die Studie, die von Dialog Consult im AUftrag des VATM erstellt wurde, einen besonderes Fokus auf die Wettbewerber der Telekom – ein Teil davon ist schließlich im VATM organisiert, die kleineren ziehen den BREKO vor.

Betrachtet man das Festnetz, so gibt es drei wichtige und einigermaßen ernüchternde Erkenntnisse:

  1. Das Wachstum findet fast ausschließlich im Bereich TV-Kabel statt. Bei den klassischen Anschlüssen (ADSL) gibt es kaum Wachstum, eher Umverteilungen. Einer der Verlierer ist O2, die mit der übernommenen Marke Alice DSL in den letzten Monaten keinen klaren Kurs gefahren sind und daher Marktanteile abgaben.
  2. Glasfaserprodukte spielen noch immer keine Rolle. Zwar ist es in einigen Städten möglich, direkte Glasfaseranschlüsse zu erhalten, aber die Marktanteile sind noch verschwindend gering.
  3. Nach wie vor wird, vermutlich aus Kostengründen, das Produkt DSL 6000 am stärksten nachgefragt. Hier liegt die Preisuntergrenze bei 19,95 – ein Preis, bei dem praktisch nichts mehr zu verdienen ist, wie auch die Studie eindrucksvoll auf Seite 6 zeigt.

Wer sich die kurzweilige Lektüre der Studie sparen möchte, dem seien hier noch zwei ganz interessante Zahlen vermerkt, die uns „Powerusern“ von Internet und Handy immer sehr komisch vorkommen und die Sie gekonnt beim nächsten Stammtisch in die Runde werfen können:

  • Das pro Anschluss transportierte durchschnittliche Datenvolumen wird 2012 bei ca 12,5GB pro Monat liegen. Dabei hatte die Netzgemeinde doch schon vor Jahren gelacht, die United Internet es wagen könnte, Kunden mit mehr als 20GB monatlich die Kündigung anzubieten.
  • Trotz Facebook und Whatsapp: Die Zahl der versendeten SMS wird auch 2012 eine neue Rekordmark brechen. Geschätze 157,2 Millionen SMS pro Tag werden es 2012. Das entspricht einem Wachstum von 6,4% gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz mit den SMS wird allerdings geringfügig sinken – immer mehr Tarife haben SMS-Flatrates oder große SMS-Pakete.

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Okt 01

Am vergangenen Wochenende wurde eine Sicherheitslücke bekannt, die fast alle Android-Smartphones betrifft und die sehr unangenehme Folgen haben kann. Und zwar ist es, wie heise-online berichtet, eine Steuercode-Schwachstelle. Diese ermöglicht es, GSM-Steuercodes nicht nur über die Tastatur, sondern auch entsprechende Links in Webseiten oder Mails auszuführen. Neben den bekannten und harmlosen Steuercodes wie z.B. *#06# (gibt die IMEI-Nummer des Gerätes aus) gibt es Codes, mit denen man die SIM-Karten sperren kann oder bei einigen Herstellern auch Codes, die ohne weitere Rückfrage das Gerät auf Werkseinstellung zurücksetzen und alle dabei Benutzerdaten unwiederbringlich löschen.

Das Problem betrifft fast alle Android-Geräte mit Versionen vor Android 4.1 Jelly Bean. Es ist ein Fehler im Wählprogramm, das nur sehr wenige Hersteller modifiziert oder durch ein eigenes ersetzt haben. Google hat diesen Fehler in der aktuellen Android-Version behoben – bei der bisheringen Update-Politik dermeisten Hersteller wird es aber vermutlich keine Updates für ältere Smartphones geben.

Zusammen mit anderen bekannten Sicherheitslücken in älteren Android-Versionen wäre ein Erpresser-Trojaner vorstellbar, der bei Nichtzahlung innerhalb von X Stunden damit droht, die Karte endgültig unbrauchbar zu machen oder das Telefon zu resetten.  Einen evtl. fälligen Kartenwechsel lassen sich die Netzbetreiber meist mit Beträgen zwischen 15 und 30 Euro bezahlen, eine Datensicherung von einem bereits infizierten Telefon ist fast unmöglich, da man das Telefon ja nicht mit Rettungs-CD oder ähnlichem starten kann.

Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis die ersten Kriminellen das „ErfolgsmodellUkash-Trojaner in die Mobilwelt portieren werden. Die Updatepolitik von Google und den Telefonherstellern macht es Ihnen viel zu einfach. Einen Windows-PC kann man mit geringem Aufwand aktuell halten. Microsoft und andere Softwarehersteller bringen bei gefundenen Sicherheitslücken inzwischen innerhalb weniger Stunden passende Updates heraus. Dennoch ist durchschnittliche jeder Zehnte PC aufgrund von nicht aktueller Software verwundbar – da hilft auch kein aktueller Virenschutz. In Spitzenzeiten kurz nach Bekanntwerden einer Sicherheitslücke) ist der Prozentsatz infizierbarer Rechner sehr viel höher! Kriminelle nutzen solche Lücken innerhalb weniger Stunden aus. Bei den Smartphones wurden bislang Sicherheitlücken erst nach Monaten oder oft auch gar nicht beseitigt, weil der Hersteller die neuere Software nicht mehr für ältere Geräte bereitstellt. Also viel Zeit für die Internet-Unterwelt.

Gegen den Fehler im Android-Dialer gibt es inzwischen einige Apps, die das ungefragte Ausführen von „tel:“-Urls verhindern.  Aktuelle sind die kostenlosen Apps „Telstop„, „NoTelUrl“ und „USSD Filter„. Besitzer von iphones sollten nicht zu laut vor Schadenfreude jubeln, denn auch IOS hat in allen Versionen Probleme mit manipulierten Tel:-Urls. Bei zu großen Urls stürzt es durch einen Überlauf einfach ab.

 

Es gilt für alle Beteiligten zu lernen, dass moderne Smartphones mindestens genauso verwundbar für Angriffe krimineller Banden sind wie gewöhnliche Computer. Vorbei die Zeiten, das arbeitslose Heranwachsende aus Langeweile Würmer auf die Menschheit losließen. Heute sind es straff orgarnisierte Banden, die mit geklauten EC- und Kreditkartendaten, SPAM-Netzwerken, Erpressungstrojanern und anderem hunderte Millionen Euro erbeuten. Und denen wird es oftmals erschreckend einfach gemacht. Es wird Zeit, das sich was ändert und ein Umdenken stattfindet.

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Aug 29

Die Patentschlacht zwischen Apple und Samsung trieb in den letzten Jahren seltsame Blüten und fand am vergangenen Sonntag einen vorläufigen Höhepunkt. Eine Jury entschied gegen Samsung. Nicht überraschend, fand das Verfahren doch nur wenige Kilometer von der Apple-Zentrle entfernt statt.  Wie würden wohl deutsche Laien in Stuttgart entscheiden, wenn ein koreanischer Autobauer gegen Porsche oder Merzedes prozessieren würde?

Wer nun juristisch wie weit Recht hat, soll hier nicht interessieren. Sicherlich sahen einige Geräte von Samsung denen von Apple etwas sehr ähnlich. Umso mehr muss es die Apple Chefs in Cupertino ärgern, dass ausgerechnet der aktuelle Bestseller von Samsung, das Galaxy S3, gar keinem Apple-Produkt ähnelt. Es hat ein recht eigenständiges Design und das kommt bei den Kunden so gut an wie kein Smartphone von Samsung jemals zuvor. Und warum? Weil es technisch besser ist, ein größeres Display hat, Android statt IOS und weil es nicht von Apple ist.

Apple hat im „Atomkrieg“, wie ihn Steve Jobs seinerzeit Google androhte, ein wichtiges Detail übersehen. Das Internet. Vor 10 Jahren hätten juristische Feldzüge auf dem halben Globus kaum jemanden interessiert, hätten neben kurzen Meldungen in der Wirtschaftspresse hauptsächlich in juristischen Portalen Interesse gefunden. Aufgrund des Hypes um Apple wurde aber beinahe jeden Tag auf zahlreichen Newsportalen ausführlich berichtet und diskutiert. Und das hat Folgen und die Schäden sind für Apple weitaus schlimmer als für Samsung. Weil viele User die zahlreichen Urteile gegen Samsung nicht nachvollziehen können, ist Apple in ihren Augen der Bösewicht, der Goliath, der den armen David gerade vermöbelt. Samsung kann dagegen außerhalb der USA einen enormen Sympathiegewinn verbuchen.

In den zahlreichen Verfahren schwingt nämlich noch eine Botschaft mit, die für Apple fatal ist: Wir (Apple) brauchen die juristische Hilfe in Form von Verkaufsverboten, weil wir sonst unsere Produkte nicht verkauft bekommen.

Der Name Apple ist seit Jahrzehnten bekannt. Apple Corps hieß die Firma, die von den Beatles 1968 gegründet wurde und deren Geschäftszweig Apple Records war sicherlich in den 70ern eines der bekanntesten Musik-Labels weltweit. Und als 1976 in Cupertino die Firma Apple Inc. gegründet wurde und man den Namen auswählte, um noch vor Atari im Telefonbuch zu stehen, da wird man möglicherweise beim Namen Apple nicht nur an das Obst, sondern auch an die Beatles gedacht haben. Zahlreiche Prozesse zwischen beiden Firmen folgten später.

Von der Gründung an ließ man sich bei Apple von den Ideen Anderer „inspirieren“, verbesserte sie und machte daraus oft erfolgreiche Produkte. Eigentlich gar nicht so unüblich. Nur wehe, jemand läßt sich von Apple „inspirieren“ – das ist dann böses Abkupfern und gehört gerichtlich verboten. Dank einer tüchtigen Patentabteilung läßt man sich in Cupterino vieles per Patent und Geschmacksmuster schützen und da sind evtl. auch mal Sachen dabei, bei denen man sich selbst hat „inspirieren“ lassen oder die eigentlich schon selbstverständlich sind. In den USA werden Patente anders als in Europa nicht besonders streng geprüft.

Das Vorgehen von Apple mag in den USA nach Recht und Gesetz in Ordnung sein, es hat aber in den Augen vieler Leute ein Geschmäckle und das kommt bei immer mehr  Kunden nicht gut an. War ein Apple II seinerzeit so erfolgreich, weil er ein offenes System war und man ihn herrlich mit Fremdhardware aufmotzen konnte/mußte, so hat sich das seit Einführung des Macintosh immer mehr geändert. Aktuelle Geräte sind ohne sehr spezielles Werkzeug nicht zu öffnen und selbst Verschleißartikel wie Akkus sind in aktuellen Notebooks fest verlötet und verklebt. Apple entscheidet, wer den Apple Kunden seine Software im App-Store verkaufen oder verschenken darf und wirft unliebsame Apps wie z.B. Clueful von Antiviren-Spezialisten Bitdefender einfach raus. Die Clueful App hat dem Iphone Besitzer gezeigt, welche seiner installierten Apps persönliche Daten von ihm verwendet und evtl. an andere Server weiterleitet.

Das Prinzips Apple, zu den eigenen Geräten geschlossene Ökosysteme wie itunes, App Store usw. zu schaffen, hat in den letzten Jahren bestens funktioniert, die Firma ist auf dem Höhepunkt des Erfolgs. Andererseits überrollt Android den Smartphone-Markt mit einer solchen Wucht, das man sich in Cupertino schon fragt, warum das so ist. Sicherlich nicht, weil es einige optische Ähnlichkeiten geben mag oder bei der einen oder anderen App eine Geste „geklaut“ wurde. Es gibt zwei wesentliche Gründe und beide müssen Apple Angst machen:

  1. Die Leute vertrauen Google mehr als Apple. Die Kunden wollen Android, weil es von Google ist. Das geht aus einer Apple internen Studie hervor, die im Rahmen eines Prozesses offengelegt wurde.
  2. Die Kunden wollen Vielfalt und Freiheit. Beinahe jedes Android Gerät kann so konfiguriert werden, dass Apps aus anderen Quellen als Google Play installiert werden können. Freaks können ihre Geräte gefahrlos rooten und sogar Android modifizieren. Die „hackbare“ Firmware ist ein Prinzip, das z.B. Panasonics Kamera GH2 trotz eines recht hohen Preises zu einem ungeahnten Erfolg verhalf.

So kommt es, das Apple Inc. immer mehr polarisiert. Die Jünger würden selbst Besen mit Apfellogo kaufen, während die Anderen Produkte mit angebissenem Apfel nicht einmal geschenkt nutzen würden. Kunden wollen nicht nur das das beste Produkt – sie wollen auch ein gutes Gefühl kaufen. Apple sollte die Millionen, die sie den Anwälten in den Rachen werfen, besser in die Entwicklung und Kooperation stecken. Google und Facebookt dominieren im Moment das mobile Internet und wer bei seinem nächsten Smartphone die bei den Kunden beliebten Google-Dienste rauswirft, braucht sich nicht wundern wenn die Kunden dann das Produkt „rauswerfen“ bzw. nicht kaufen. Da hilft auch keine Jury und kein Gericht.

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Jul 19

Wie heute wieder durch alle gängigen Newsdienste gemeldet wurde, hat Nokia im 2. Quartal seinen Niedergang kaum stoppen können. Zwar sei der Umsatz um 3% im Vergleich zum 1. Quartal gestiegen, aber das 1. Quartal ist bekanntermaßen das schwächste Quartal in unserer Branche.

Weitaus vernichtender als die Gesamtzahlen sind die Absatzzahlen im wichtigen Segment der Smartphones. Denn bei diesen hochpreisigen Geräten wird üblicherweise das Geld verdient. Und da bleibt Nokias neue Lumia-Reihe in den Regalen liegen wie Blei. Telefone mit Windows Phone sind weltweit so beliebt wie Pest und Cholera – trotz intensiver Werbemaßnahmen liegt der Gesamtmarktanteil (aller Hersteller) unter 4%. Die beiden dominierenden Systeme Android und Apples IOS lassen kaum  noch Platz für ein drittes oder viertes System. Das merkt auch RIM, die nach langen Erfolgen mit Blackberry nun wirtschaftlich ebenfalls in eine Schieflage geraten sind, weil der Absatz der ehemals so beliebten Geräte einbrach.

Diverse Analysten haben in den letzten Monaten mittelfristig gute Absätze für Smartphones mit Windows Phone vorhergesagt. Bislang haben die Käufer allerdings anders reagiert und um Windows-Geräte einen Bogen gemacht. Mag sein, dass sich das mit Windows 8 noch ändert. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Windows 8 die PC-Branche in eine ähnliche Situatiuon bringt wie seinerzeit das ungebliebte Vista. Alle bisherigen Vorabversionen zeigen ein speziell auf dem Desktop unschlüssiges Bedienkonzept, das den Anwender zum Umlernen zwingt. Microsoft geht selbstbewußt davon aus, das die Nutzer schnell die neuen Bedienung lernen werden – das sehen viele Redaktionen von Computerzeitschriften allerdings anders und dort sitzen im Gegensatz zu den normalen Kunden durchaus experimentierfreudige Menschen. Mit dem Misserfolg bei den PCs wird dem neuen Windows aber vermutlich auch der Erfolg im mobilen Bereich versagt bleiben. Der Kunde wird hier zum ihm bekannten Android oder IOS greifen. Nun, Microsoft wird diesen Mißerfolg verschmerzen können, nach einem gepflopten Windows Vista kam das sehr erfolgreiche Windows 7 und nach Windows 8 wird ein Windows 9 eben wieder Geld in die Kasse spülen. Aber Nokia? Nach dem engen Schulterschluss mit Microsoft scheint man auf Modelle mit Android verzichten zu wollen und setzt alle Hoffnungen auf Windows Phone. Hat Nokia die Finanzkraft, um einen Flop von Windows 8 zu überleben? Oder geht es mit Windows 8 schnurstracks in die Pleite?

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Feb 28

Experten sind sich seit längerem einig, das auf dem Smartphone-Markt langfristig nur drei Systeme Bestand haben werden. Auch darüber, dass Android der Marktführer sein wird, herrscht Einigkeit. Schon dann aber differieren die Meinungen der Herren Analysten. Die einen sehen Apples IOS bei stabilen 20 bis 25%, die anderen sehen Windows Mobile langfristig in dieser Größenordnung und Apple nur bei 5%. Was aber, wenn der lachende Dritte ein Neuling aus bekanntem Hause ist?

Zwar schon im Sommer 2011 angekündigt, aber nun im Rahmen des MobileWordCongreess in Barcelona erstmals gezeigt: Die Mozilla Foundation wirft ihren Hut in den Ring. „Boot to Gecko“ heißt das System mit Linux-Unterbau und einem Browser als einziger Applikation im klassischen Sinne.  All das, was man derzeit als APP für sein Smartphone nachladen muss, wird hier über HTML5-Webseiten erledigt. Möglich macht das der Gecko, die Renderingmachine hinter Browsern wie Firefox, Netscape und einem Dutzend anderer Browser.

Ganz neu ist diese Idee nicht, letzten Endes steck auch hinter Googles Chrom (als Betriebssystem) genau dieser Ansatz. Google setzt aber im Telefonbereich auf sein äußerst erfolgreiches Android, das allerdings immer häufiger zum Streitpunkt unzähliger Patent- und Geschmacksmusterklagen wurde. Android wird durch immer mehr Lizenzgebühren für die Hersteller der Geräte immer teurer. Insbesondere die Netzbetreiber interessieren sich aber für günstige Geräte für ihre Kunden.

So auch bei Boot to Gecko, das nun offen von der Telefonica unterstützt wird. Neben Vodafone und Telekom gehört Telefonica zu den ganz großen Global Playern bei den Mobilfunknetzbetreibern. Weitere namhafte Unterstützer sind der Chiphersteller Qualcomm und Adobe.

Wann die ersten Geräte mit Boot to Gecko erhältlich sind, ist noch völlig offen. Sollte sich ein solches System aber am Markt etablieren, wird es für Windows Mobile bei dern derzeitigen Marktanteilen des Microsoft-Produktes zunehmend schwerer, sich am Markt zu behaupten.

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Feb 04

Endlich hats auch Apple erwischt. Wenn auch vorerst nur einige Stunden. Aber der Reihe nach:

Nachdem Apple in der Vergangenheit einige für Nichtjuristen kaum nachvollziehbare Vertriebsverbote für das Samsung Galaxy Tab erringen konnte, hat sich in der vergangenen Woche das Blatt gewendet. Motorola konnte vor dem Landgericht München wegen Verletzung von Mobilfunkpatenten ein Vertriebsverbot für alle ipads mit 3G Modul und die älteren iphones 3G, 3GS und 4 erwirken. Das Vertriebsverbot galt nur für den Apple Onlineshop und nicht für das neue iphone 4S, weil das zum Zeitpunkt der Klage noch nicht auf dem Markt war. Apple hatte jedoch bereits gestern nachmittag mitgeteilt, dass der Vollzug dieses Urteils vom OLG Karlsruhe ausgesetzt worden sei. Seit werden die vom Vertriebsverbot betroffenen Geräte seit heute auch wieder online angeboten.

Zuvor hatte Apple vor dem Landgericht München bereits beim Versuch, auch für Samsungs neues Galxy Tab 10.1N ein Vertriebsverbot u erwirken, eine schallende Niederlage kassiert. Die Richter lehnten ein solches Verbot aufgrund der Verletzung eines Patentes nicht nur ab, sondern wurden in den Medien auch mit der Aussage zitiert, das „dass sich eine derartige Technik bereits vor Einreichen des Patens auf dem Markt befand. Deshalb könne das Patent für ungültig erklärt werden“. (Quelle: onlinekosten.de Newsmeldung „Apple vs. Samsung: Galaxy Tab 10.1N darf bleiben„)

Auf  den nach wie vor schwelenden Streit um die Verletzung eines Geschmacksmusters von Apple in Düsseldorf hat dieses Urteil zwar direkt keine Wirkung, aber auch dort argumentiert Samsung ja damit, dass es ähnliche Designs weitaus früher gegeben habe, u.a. in Sciencefiction Filmen aus den 80er Jahren.

Im Streit zwischen Motorola und Apple geht es dagegen um UMTS-Patente, deren Berechtigung unbestritten ist. Da diese Patente allerdings zum UMTS-Standard gehören, ist Motorola verpflichtet, diese zu „fairen Bedingungen“ zu lizensieren und genau darum geht es. Dem Konzern, der nach Analystenberechnungen mehr als 100 Dollar pro iphone verdienen soll, war bislang der von Motorola geforderte Preis zu hoch und man hat die Patente einfach ohne zu zahlen genutzt. Diese Praktik ist definitiv nicht zur Nachahmung, z.B. an der Tankstelle oder im Apple Store, empfohlen, auch wenn man den Eindruck hat, dass der geforderte Preis unfair und zu hoch sei.

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Dez 31

Kurz nach Weihnachten meldeten sowohl Apple als auch Google Rekordzahlen an neu aktivierten iphone bzw. Android-Smartphones oder Tablet-PC mit IOS oder Android. Insgesamt 7,5 Millionen Geräte sind Heiligabend und am 1. Weihnachtstag aktiviert worden. Der Anteil der Android-Geräte fiel etwas höher als der Geräte mit IOS, aber dieser Trend ist ja nicht neu. Schließlich melden alle Marktanalysten seit einiger Zeit eine Marktführerschaft für Android.

Nun meldet jedoch crn unter Berufung auf Kantar Worldpanel ComTech, dass der Trend hier in Europa keineswegs einheitlich ist. In Deutschland und in Frankreich habe Apple inzwischen Absatzprobleme. Demnach sei der Marktanteil in Q4 in Deutschland von 27 auf 22% gefallen, in Frankreich auf 20%. In Großbritannien konnte Apple dagegen mit dem iphone 4s punkten und den Marktanteil von 21 auf 31% erhöhen. Mehr als 60% aller in Deutschland verkauften Smartphones ist ein Android-Gerät. Besonders beliebt war Samsungs Galaxy S2.

Die Analysten glauben, dass die zahlreichen preiswerteren Geräte und die Herstellervielfalt der Grund für den Erfolg von Android und den Mißerfolg von Apple seien. Aber diese Vielfalt gibt es in anderen Ländern Europas auch, kann also nicht der alleinige Grund für die Entwicklung sein.

Ich glaube eher, dass sich das Image von Apple gewandelt hat. Eine Erfahrung, die auch Nokia schmerzlich mache mußte, als in Bochum das Nokiawerk geschlossen wurde und die Belegschaft vor laufenden Kameras vergeblich um ihre Arbeitsplätze kämpfte. Damals brach der Absatz von Nokia-Telefonen in Deutschland dramatisch ein. Bei Apple ist es der Patent- und Geschmacksmusterkrieg, der das Unternehmen in ein schiefes Licht rückt. Besonders unverständlich das von Apple erwirkte Verkaufsverbot des Samsung Galaxy Tab 10.1 aufgrund einer Geschmacksmusteranmeldung, bei der sich jeder Nichtjurist fragt, wieso man so etwas anmelden konnte und Richter solche Urteile fällen. Samsung hat es gut verstanden, sich hier in der Opferrolle zu präsentieren. Die Hinweise auf ähnlich gestaltete Geräte in Sciencefiction-Filmen der 80er Jahre des letzten Jahrtausends haben zwar die Richter nicht überzeugt, aber viele User der Netzgemeinde schon. Und da dieser Rechtsstreit vor deutschen Gerichten es mehrfach in die deutschen TV-Nachrichten der Primetime schaffte, waren die juristischen Siege von Apple gleichzeitig fette Imageunfälle. Durch die Berichterstattung haben auch weniger Interessierte erfahren, dass es Geräte gibt, gegen die Apple nichts mehr tun kann als vor Gericht zu ziehen. Quasie verboten gute Geräte. Logisch, dass die dann jeder haben will.

Ein weiterer Aspekt ist die wichtigste Neuerung des iphone 4s, der Sprachassistent SIRI. SIRI soll wahre Wunder vollbringen, aber so richtig rund läuft er nur in englisch. In Deutschland und Frankreich sprechen die Kunden aber kein Englisch und die Sprachanpassung wurde nicht zu 100% vorgenommen, s0 dass der Funktonsumfang kleiner ist und viele Deutsche und Franzosen daher kein Interesse an SIRI haben.

Sollte Googles Majel gleich in allen wichtigen Sprachen funktionieren, dann wird es noch schwerer für Apple. Inbesondere auch, weil Samsung das neue Galaxy S3 im Aril 2012 vorstellen will, also vermutlich vor der Premiere eines neuen iphone5, aber genau in dem Zeitfenster, in dem die Verträge vieler iphone4-Kunden der ersten Monate verlängerbar sind. Ein klug gewählter Zeitpunkt. Tschüss iphone…

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Jan 28

Nur wenige Tage nach der „Facebook-Revolution“ wurde Ägypten nahezu vollständig „abgeschaltet“.

Am 27.1.2011 ca 23:30 MEZ ging Ägypten nahezu vollständig offline. Ca 3500 BGP-Routen (Border Gateway Protocol) wurden innerhalb kürzester Zeit von den ägyptischen Providern zurückgezogen. Dadurch ist das Land quasie aus dem Internet verschwunden. Lediglich der Provider Noor Data Networks, der unter anderem die ägyptische Börde zu seinen Kunden zählt, hat einen Großteil seiner Routen nicht zurückgezogen und ist noch teilweise erreichbar.

Versuche, das Internet und die Gefahren aus dem Internet mit einem Schlag aus dem Land zu verbannen, gab es mehrfach in den letzten Jahren. 2007 etwa durchtrennten burmesische Militärs in einer Verzweifelungstat einfach die Telefon- und Internetkabel des Landes. Eine recht wirkungslose und dumme Aktion, wie sie später merkten, weil Telefonat und SMS natürlich auch über Funk transportiert werden können und wurden. Zensur im Netz dagegen ist vielen Ländern der Welt üblich. Keineswegs nur in China.

Dieser Fall ist anders: Hier hat keine staatliche Behörde den Schalter umgelegt, Kabel gekappt oder Zensur-Server installiert. Hier haben Provider in einer konzertierten Aktion sich selbst offline gesetzt. Angeblich auf Anweisung der Regierung, wie z.B. Vodafone in einer knappen Presseerklärung mitteilte.  Inzwischen gibt es aber deutliche Hinweise, dass dies nicht der vollen Wahrheit entspricht. Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zu folge gab es zuvor eine geheime Sitzung aller großen Telekommunikationsanbieter, auf der beschlossen wurde, im Falle einer Eskalation die Telekommunikationskanäle des Landes zu schließen. Die Zeitung beruft sich auf die ägyptischen Tageszeitung „al-Shorouk“.  Auch Spiegel Online vermutet „vorrauseilendem Gehorsam“ der großen Provider und führt den kleinen Provider Noor Data Networks an, der bislang offenbar ohne staatlichen Druck seine Verbindungen ins internationale Internet nicht kappte. Neben Vodafone Egypt muss auch der ägyptische Marktführer Mobinil erwähnt werden, der mehrheitlich (71%) der France Telecom gehört und ca 30 Millionen Kunden (von insgesamt ca 60 Millionen Kunden) bedient und eine Netzabdeckung von 99% des Landes bietet. Auch Mobinil hat sein mobiles Internet ohne Widerstand (nach derzeitiger Nachrichtenlage) abgeschaltet.

Die Süddeutsche Zeitung wirft speziell Vodafone Egypt vor, schon länger die „Regierungslinie“ zu fahren. Ausgerechnet der Konzern, der hier in Deutschland schon mit Werbesprüchen wie „Du bist nicht auf der Welt, um zu schweigen“ oder „Wer mehr erlebt, hat mehr zu sagen“ auf Kundenfang ging. Ein Paradoxon, das auf der Webseite Metronault.de

humorvoll verarbeitet wurde.

Wohl jeder Leser kennt die „Gefällt mir“ Buttons von Facebook. Einen „Gefällt mir nicht“ Button gibt es noch nicht, sonst könnte man Vodafone bequem per Mausklick mitteilen, wie man über so eine Firmenpolitik denkt.

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Jan 02

Das neue Jahr ist keine zwei Tage alt und in der Bundesliga gab es schon den ersten Trainerwechsel. Ganz so schnell ist unsere Telekommunikationsbranche nicht, aber auch dort stehen dieses Jahr wichtige Entscheidungen an. Entscheidungen, mit denen die Weichen für die nächsten Jahre gestellt werden.

Aber der Reihe nach: In diesem Jahr wird eine Vorentscheidung auf dem Smartphonemarkt fallen. Mehr als 50% aller dieses Jahr verkauften Mobiltelefone werden Smartphones sein. Auf diesem Markt geht es zunehmend nicht nur um Marktanteile bei den Geräten, sondern um die Betriebssysteme und die zugehörenden App-Markets. Platzhirsch war hier im vergangenen Jahr Apple. Das iPhone4 verkaufte sich trotz technischer Probleme besser als je zuvor. Auf dem Markt der Betriebssysteme ist jedoch Googles Android der neue Star. Googles Open Source-System hat im letzten Jahr Apples Absätze in vielen Ländern deutlich überflügelt – besonders stark in den USA. Allerdings verteilt sich der Erfolg auf viele Hersteller – allen voran HTC, Samsung, Sony-Ercisson und Motorola, denen mit Android-Telefonen das Comeback aus der Krise gelang. Stabil mit im Markt ist RIM mit seinem Blackberry-System. Kritisch wird es für Nokia. Hier setzt man weiter auf Symbian und das noch unfertige Meego. Die Kundschaft erwartet aber in den Oberklassegeräten mehr, als Symbian zu leisten vermag. Gerüchte zum Jahreswechsel brachten Nokia daher auch schon mit Microsoft in Verbindung. Windows Phone 7 auf Nokia Handies könnte sowohl für Nokia als auch für Microsoft der rettende Durchbruch sein. Für Microsoft wird 2011 zum Schicksalsjahr – flopt Windows Phone 7, dann ist Microsoft raus aus diesem Markt. Und das ist durchaus möglich.

Der Run auf die Smartphones bedeutet auch einen Run auf mobile Datendienste. Wurden im vergangenen Jahr die LTE-Frequenzen versteigert, so gilt es dieses Jahr, die Netze in Betrieb zu nehmen. E-Plus ist hier im ländlichen Raum nur Zaungast, denn man hat ja keine Frequenzen im 800 MHz-Band ersteigert. Und die Nachfrage nach mobilen Datendiensten kann E-Plus in eine Krise stürzen. Denn die mobielen Datendienste wurden in der Vergangenheit nur spärlich und mit geringen Kapazitäten ausgebaut. Dank des geringeren Invests in das Netz (im Vergleich zu den Marktbegleitern) hat riesige Gewinne erwirtschaftet und auch mit den vielen Discounterkunden gut verdient. Nun haben aber auch die Kunden der Discountermarken Smartphones und fragen Datendienste nach. E-Plus hat hier große Ausbaumaßnahmen angekündigt und es wird auch harte Arbeit werden, will man den Rückstand zu den anderen Netzen auch nur verkürzen.

Festnetz: Hier wird immer klarer erkennbar, dass ADSL und ADSL2+ Auslaufmodelle sind. Kurzfristig ist VDSL für die Telefonfirmen die Übergangstechnik zur Glasfaser, die direkt im Gebäude des Kunden endet. Die Kabelfirmen haben es besser, die Kapazitäten des TV-Kabel sind noch nicht ausgereizt. Und die Kunden laufen zu Tausenden zum Internet aus dem TV-Kabel über. Bei den DSL-Anbietern konnten nur noch die Telekom, Alice/O2 und Vodafone einen Zuwachs an DSL-Kunden vermelden. Die anderen Anbieter treten auf der Stelle oder verlieren gar Kunden. Dieser Trend wird sich 2011 noch verschäften. Die Kunden verlangen nach immer schnelleren Leitungen und immer häufiger nach IPTV-Lösungen. Nur die Telekom und Alice bieten IPTV an. Vodafone hat zwar einen Relaunch von IPTV angekündigt, aber mit dem Einstellen der Arcor-Dienste ging wertvolle Zeit und viel Know How verloren. Und so könnte Vodafone im Festnetz auch zukünftig zu den Verlieren gehören. Auf der Verliererseite waren 2010 schon Schwergewichte wie 1&1 oder Versatel.

Im IT-Bereich ist die Cloud in aller Munde. Nicht nur weil Microsoft damit für Windows 7 wirbt. Der Boom von Netbooks und Tablet-PC mit schwachbrüstiger Hardware läßt allerlei Softwareangebote aus dem Netz spriessen. Mit dem Spieleserver im Netz und einem Videostream zum eigenen PC kann der eigene Mittelklasse-PC mit veralteter Grafikkarte Spiele in Auflösungen spielen, die sonst nur mit den aktuellen und teuren Grafikkarten möglich waren. Und der Jahresbeitrag für so einen Dienst ist nicht teurer als ein aktuelles PC-Spieles. Sehr zum Nachteil der Grafikkartenhersteller

Tablet-PC werden 2011 der Renner sein. Neben dem Riesenerfolg vom Apple iPad konnte Samsung mit seinem 7″ Galaxy Pad einen Achtungserfolg verbuchen – mehr als 600.000 verkaufte Geräte. Zur CeBIT werden unzählige Notebook-Schmieden ihre PADs vorstellen. Und auch hier läuft der Kampf Android gegen Apples iOS. Microsofts Windows 7 ist derzeit aussen vor. Es ist erstens zu teuer und es braucht zweitens viel zu viel Rechenleistung. Viele der bislang vorgestellten Tablets lief mit eher schwachbrüstigen, aber sehr sparsamen Prozessoren mit ARM-Technolgie, für die Microsoft gar kein Windows anbieten kann. Auch hier könnte Microsoft dieses Jahr eine vorentscheidende Schlappe einstecken.

Satelliten-DSL: Trotz oder gerade wegen LTE wird sich auch beim Satelliten DSL etwas tun. Nach dem erfolgreichen Start des KA-Sat von Eutelsat in den letzten Tagen des alten Jahres wird es ab Frühjahr 2011 Satelliten DSL in nie gekannten Geschwindigkeiten geben. Brancheninsider gehen von Geschwindigkeiten von bis zu 20 MBit zu Preisen von monatlich deutlich unter 100 Euro aus. Aktuell kosten 2MBit via Astra2Connect bei der Telekom knappe 40 Euro und das ist schon ein Kampfpreis, den die Telekom auch nur gewährt, wenn man außerdem einen Festnetzanschluss mitbucht.

Und zum Schluss noch einmal das Bezahlfernsehen. Neben Sky haben wir ja auch noch HD+ im Rennen. Im November letzten Jahres sind die ersten 12Monatabos ausgelaufen. Zahlen, wie viele Kunden der ersten Stunde nach ihren freien 12 Monaten wirklich gezahlt haben, gibt es bislang nicht. Insgesamt hat man den Eindruck, dass der großen Durchbruch bei den verkauften Geräten bislang ausblieb. Die Zukunft von Sky bleibt spannend. Die drohende Zahlungsunfähigkeit wurde mit einer Kapitalaufstockung verhindert. Mit einer großen Rabattschlacht konnten auch erstmals seit Jahren Neukunden in größerem Umfang gewonnen werden. Aber neben dem klassischen Free-TV hat man auch zunehmend Konkurrenz aus dem Internet. Neben den IPTV Angeboten der Telekom und Alice wären hier Youtube und Maxdome zu nennen. Den ungleichen Kampf „Premium-Abo“ gegen kostenlose oder „Pay-per-View“ Angebote wird Sky nicht gewinnen können. Und das Internet ist aktuelle dabei, den Sprung auf den Fernseher zu vollziehen. Beinahe jedes größere aktuelle TV-Gerät ab 500 Euro hat schon einen Internet-Anschluss. Wer braucht da noch Sky?

Freuen wir uns also auf ein Jahr 2011 mit so vielen spannenden (Vor-)Entscheidungen wie schon lange nicht mehr.

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