Feb 11

Vor wenigen Tagen entschied Indiens Telekom-Aufsicht, die Pläne von Facebook zu einem kostenlosen „Free Basics“ Internet nicht zu erlauben. Dahinter verbirgt sich ein Internet Lite, das im Wesentlichen aus Facebook und einigen wenigen anderen Diensten bestehen würde. weiterlesen »

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Okt 18

Das Urteil des EUGH vom 6. Okotber, in dem er das Safe Harbor Abkommen mit den USA für ungültig erklärte, schlug für viele unerwartet ein wie eine Bombe. Während nun viele Politiker meinen, man müsse nun nur ein wenig nachbessern, schlagen die europäischen Datenschützer einen anderen, sehr harten Ton an.

Doch was bedeutet das Urteil eigentlich in der Praxis? Was muss z.B. ein Blogger beachten? Was ändert sich für kleine und mittelständische Firmen?

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Feb 02

Zugegeben: Die Überschrift „Wallenhorster Verhältnisse“ stand bislang eher für Mißstände im Rathaus. Hier soll es aber nur um die Internetversorgung des Ortes Wallenhorst im Norden Osnabrücks gehen.

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Jul 22

Wie am vergangenen Wochenende bekannt wurde, muss die Telekom nun mehr Kreuzverteiler aufstellen, damit Wettbewerber einen besseren Zugang zum vorhandenen Kabelnetz erhalten. Nach den Plänen der Bundesnetzagentur soll die verbleibende Strecke zwischen dem Kreuzverteiler und den Hausanschlüssen so kurz sein, dass eine Mindestgeschwindigkeit von 30Mbit/s erreicht werden kann. Je nach Kabelquerschnitt entspricht das einer Länger von 200 bis 300 Meter.

Zustande kam die Entscheidung nach erfolglosen Verhandlungen zwischen der Telekom und dem Wettbewerber EWEtel, der sich daraufhin Anfang Juni mit vier Forderungen an die Bundesnetzagentur wandte und einen Regulierungsantrag beantragte. Drei dieser Forderungen gab die Bundesnetzagentur nun statt: weiterlesen »

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Feb 15

Fast ein Dreiviertel Jahr nach den ersten Enthüllungen von Edward Snowden kommen noch immer neue Details an das Tageslicht, aber richtig schocken kann uns kaum noch was. Und es sind ja auch nicht immer nur die Geheimdienste, die uns auspionieren. 30 Jahre nach 1984 haben wir zwar keinen „großen Bruder“, aber die über uns gesammelte Datenfülle ist beängstigend hoch und alle Daten, die es irgendwo gibt, wecken Begehrlichkeiten. Grund genug, mal eine kleine und alles andere als vollständige Bestandsaufnahme zu machen.

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Nov 03

Gut fünf seit den ersten Enthüllungen um die Abhörpraktiken der NSA dachte man ja wirklich, nun kommt nichts Neues mehr. Falsch gedacht. Im Schlepptau um die Entrüstungen um das Kanzlerhandy platzte eine andere Bombe ungeahnten Ausmasses:

Die NSA hat nicht nur die großen US-Anbieter wie z.B. Apple, Facebook, Google, Microsoft oder Yahoo zur Mitarbeit gezwungen, sie hat deren internationale Leitungen auch noch heimlich angezapft. Doppelt ausspähen ist halt sicherer. Hierbei haben die Nachrichtendienste anderer Länder die NSA unterstützt, allen voran die Briten. Bei Google scheint man das geahnt oder befürchtet zu haben – der Konzern verschlüsselt seit 2012 teilweise auch den Datenverkehr zwischen seinen Rechenzentren und bietet den Kunden den sichereren Perfect Forward Security Schlüsselaustausch an.

Angesichts dieser Enthüllungen muss man den Eindruck gewinnen, dass die Geheimdienste der USA und einige Verbündeten wirklich alle Kommunikation ausspähen und teilweise aufzeichnen, derer sie habhaft werden und da scheinen die technischen Möglichkeiten sehr weitreichend zu sein. Und da muss sich jeder Internetnutzer die Fragen stellen:

Kann ich den US-Anbietern im Netz noch trauen?

Kann ich dem Internet noch trauen? Denn das wird ja von US-Firmen dominiert.

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Nov 02

Zum Dauerbrenner Überwachung (durch wen auch immer) und Netzpolitik hat die Zeitschrift c´t ein sehr interessantes Interview mit der politischen Geschäftsführerin der Piraten geführt. Frau Nocuns These „Netzpolitik ist Machtpolitik“ ist sicherlich etwas plakativ, aber die jüngsten Ereignisse zeigen, dass die Staaten ohne Macht im Netz auch ziemlich ohnmächtig daher kommen.

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Apr 24

Schon vor einigen Wochen war öffentlich über die Einführung von Drosselungen bei DSL-Produkten der Telekom spekuliert worden. Seit Montag ist die Katze aus dem Sack:

Die Telekom Deutschland will Volumengrenzen in die AGB Ihrer Produkte einführen und bei Überschreitung die Kunden empfindlich drosseln. http://www.telekom.com/medien/produkte-fuer-privatkunden/184370 Begründet wird dies mit dem „rasanten Datenwachstum„. Das ist nicht neu, denn schon seit Jahren steigt das durchschnittliche Datenvolumen der Endkunden sehr konstant mit 10 bis 12% Wachstum pro Jahr an. Waren es früher böse Poweruser mit Filesharing, die das Netz auslasteten, so hat sich das Blatt gewendet. Filesharing ist nur noch in den Pubikationen der Rechteverwerter ein Thema, in den Netzen sind es im Wesentlichen Videostreams und zunehmend auch Onlinespiele, wo Teile des Spiels gestreamt werden. Nicht ohne Grund kündigte DECIX erst vor wenigen Tagen die Aufrüstung des weltgrößten Internetknotens mit Apollon an. weiterlesen »

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Feb 09

Das dürfte in Deutschland einmalig sein. Das Blog peerblog.de des SPD Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück wurde nach anhaltenden Attacken eingestellt. Das von einer Agentur von Karl-Heinz Steinkühler für den Kanzlerkandiaten betriebene Blog war in die massive Kritik geraten, da das Blog angeblich im Auftrag und mit Hilfe eines sechsstelligen Eurobetrages von fünf Unternehmern gestartet wurde, deren Namen bis heute unbekannt ist. Selbst Peer Steinbrück gab an, die Geldgeber nicht zu kennen.

Die Finanzierung ist nicht nur das Thema einer Anfrage von CDU, Grünen und Linke an die Bundestagsverwaltung, sondern hatte auch in der Netzgemeinde für Protest gesorgt. Nach Angaben der Agentur habe eine Gruppe mit dem Namen „“T3AM M3DUSA“ die Agentur erpresst und auf Twitter gedroht, die Webseite so lange anzugreifen, bis die Namen der Geldgeber offengelegt sind.

Nun hat Herr Steinkühler nach angeblich massiven Angriffen aus einem Botnetz heraus die Notbremse gezogen und die Seite offline gestellt. 1:0 für die Hacker und ein klares Signal, das Geheimniskrämerei und Obscurity in der Politik und im Wahlkampf in Zeiten des Internet nicht mehr funktionieren. Ein klarer Sieg für die Demokratie, wenngleich auch mit kriminellen Mitteln erkämpft.

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Jan 01

Wieder ist ein Jahr vorbei. Grund genug, kurz innezuhalten. Was war, was wir kommen?

Natürlich kann man nicht alle Ereignisse und Trends erahnen. Das ist auch besser so. Wer konnte sich auch nur im Traum eine Katastrophe wie in Japan vorstellen? Ein schweres Erdbeben, ein gigantischer Tsunami und die Kernschmelze in drei Reaktoren des Atomkraftwerks in Fukushima. Seit dem ist der Atom-Ausstieg Konsens und die Strompreise steigen wegen der Mehrkosten für regenerativ erzeugten Strom auch in den nächsten Jahren weiter an. Man braucht daher keine Kristallkugel, um zu erkennen, dass „Green IT“ oder wenigstens besonders sparsame IT auch 2012 ein Hauptthema sein wird. Selbst wenn man den Umweltaspekt außen vor läßt, bei den zu erwartenden Strompreisen lohnt der Invest in sparsamere Technik allemal.

Bei den Mobilfunkherstellern wird es spannend. Schafft der einstige Branchenprimus Nokia mit dem Fokus auf Windows Phone die Wende?  Viele Experten halten die Festlegung auf Windows Phone und die enge Bindung an Microsoft für einen schweren Fehler, der Nokia die Existenz kosten könnte. Außerdem bleiben die zahlreichen Patent- und Geschmacksmusterklagen, die man als Apple gegen den Rest der Mobile-Welt zusammenfassen könnte. Die Kunden haben längst entschieden und greifen immer mehr zu Android statt Apples IOS. Aber Apple wird mit einem guten zweiter Platz sicherlich auch leben können. Für RIMs Blackberry wird sicherlich auch in Zukunft die Business-Nische bleiben. Und für Windows Phone? Da ist es fraglich, ob für Microsoft noch Platz am Markt ist. Aktuell ist der Markanteil von Windows Phone geringer als der von Samsungs eigenem System BADA. Beide liegen abgeschlagen unter 2%.

Kommen wir zum Datenschutz. Im Jahr 2011 hatten wir diverse Skandale, die es bin in die Abendnachrichten der großen TV-Sender geschafft haben.  Da wurden Sony Millionen Datensätze aus mehreren Netzwerken gestohlen. Rewe wurden die Kundendaten einer Bildertauschbörse entwendet. Und erst vor wenigen Tagen wurden der US-Sicherheitsfirma Strafor Kreditkarten gestohlen. Dagegen ist die Erkenntnis, das facebook gelöschte Daten doch nicht löscht, fast schon harmlos. Ein Student aus Österreich hatte eine Datenauskunft angefordert und nach längerem Tauziehen bekommen. Ausgedruckt wären es mehr als 1500 Seiten Papier gewesen, was facebook nur über diese eine Person alles gespeichert hat.

2012 muss das Jahr des Datenschutzes werden. Datenschutz hinsichtlich der Selbstbestimmung der Bürger, was mit ihren Daten passiert und wer eigentlich wieviel speichern darf. Der Blogger hat im vergangenen Jahr bei einigen SPAM-Mails mal eine Datenauskunft eingefordert und war sehr irritiert, zu welchen Nachtzeiten er an Gewinnspielen teilgenommen haben soll und diese sogar per Opt-IN betätigt habe. Besonders irritierte ihn die Tatsache, mit welchen Providern er das gemacht haben soll. Und dass am Ende immer wieder die gleichen Firmen diese Gewinnspiele technisch abgewickelt haben, macht die Sache nicht glaubwürdiger, sondern zu einem Fall für die Staatsanwaltschaft.

2012 muss das Jahr der Datensicherheit werden. Wenn ein Kunde einem renomierten Unternehmen wie z.B. Sony seine Kreditkartendaten anvertraut, um Spiele und andere Dienste zu bezahlen, dann muss er sicher sein dürfen, dass seine Daten gut geschützt sind. Bei Sony wird man dies sicherlich mit allen Kräften sicherstellen, aber wie sieht bei anderen Firmen aus? Auf zahlreichen Webseiten klaffen Sicherheitslücken. Es gibt Hunderte von Untergrundforen, in denen Exploits zu Software, die auf vielen Servern läuft, gehandelt oder offen gepostet werden. Bekannte Sicherheitslücken bei Standardpaketen wie joomla, typo3 oder WordPress werden oft nur wenige Stunden nach Bekanntwerden in großem Umfang genutzt. Nicht mit Dummenjungenstreichen, wie es z.B.  einmal dem FC Schalke 04 vor dem Revierderby passierte, sondern meist von Kriminellen, die diese Server hacken, um damit SPAM zu versenden, Phishing Attacken zu starten oder Besuchern Trojaner unterzuschieben. Da sind längst keine Einzelkämpfer mehr am Werk, die man leicht an der bleichen Haut erkennt, weil sie nie das Tageslicht sehen. Es sind gut organisierte Banden am Werk, die mit modernen Methoden und arbeitsteilig arbeiten und daher kaum zu fassen sind. Wenn diese Entwicklung nicht gestoppt werden kann, dann werden Cyberkriminelle bald mehr Geld machen als Drogenkartelle oder Waffenschieber.

Wie man sich schützen kann? 100% sicherlich nie, aber halten Sie ihre Software und natürlich ihren Virenscanner immer aktuell. Seien Sie sparsam mit dem „Verteilen“ von persönlichen Daten und ganz besonders bei Konto- oder Kreditkartennummern. Verwenden Sie Antivirensoftware, die auch die Mails und den Webdatenverkehr mit überwacht. Das kostet zwar Performance, bietet aber mehr Schutz, z.B. vor dreisten Erpressungstrojanern wie dem UKash/BKA-Trojaner.

Was sonst noch 2012 passieren wird? Der HSV wird wieder nicht Deutscher Meister, sondern die Bayern machen es wieder mal. Und im Sommer wird ein neuer Europameister ausgespielt und Deutschland hat gute Chancen auf das Endspiel. Und die Bundesnetzagentur will neue Verordnungen auf den Weg bringen und dafür sorgen, dass Kunden bei Rufnummernportierung wirklich nur wenige Stunden ohne Anschluss sind.

In diesem Sinne: Frohes neues Jahr!

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