Nov 29

Was am Adventswochenende als Netzausfall bei der Telekom begann, entpuppte sich bei genauer Analyse als weltweite Attacke auf  Router bei Privatkunden. Warum aber scheint es nur bei der Telekom diese auffälligen Folgen des Angriffes? Hier mal ein paar Hintergrundinfos zum „Netzausfall“ bei der Telekom.

Seit Sonntag dem 25. November 2016, greift ein unbekanntes BOT-Netz die Router auf dem Fernkonfigurationsport 7547 (TR069) an. Es ist kein gezielter Angriff auf Router bestimmter Marken, sondern ein breit gestreuter Angriff auf Router, die TR069 verwenden. Die Angriffe kommen von DSL-Routern aus Süd-Amerika. Der Angreifer versucht, über das Setzen von NTP-Servereinträgen Schadsoftware zu laden und zwar 7 ausführbare Dateien für verschiedenste Prozessoren, die man in solchen Routern vorfindet. Der Angriff funktioniert erfolgreich bei Routern, bei denen TR069 fehlerhaft implentiert ist. Die Details der Attacke können im „Internet Storm Center“ nachgelesen werden. weiterlesen »

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Feb 11

Vor wenigen Tagen entschied Indiens Telekom-Aufsicht, die Pläne von Facebook zu einem kostenlosen „Free Basics“ Internet nicht zu erlauben. Dahinter verbirgt sich ein Internet Lite, das im Wesentlichen aus Facebook und einigen wenigen anderen Diensten bestehen würde. weiterlesen »

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Dez 06

In den letzten Tagen haben es wieder zahlreiche SPAM-Mails durch die Wächter der diversen Mailanbieter geschafft. Zahlreiche Mails enthielten eine längst totgeglaubte Spezies, nämlich Scriptviren. Aber auch Phishing-Mails sind wieder verstärkt im Umlauf. Die locken die Leser auf gefälschte Webseiten um dort Zugangsdaten abzufischen und haben aufgrund dieser Arbeitsweise auch ihren Namen erhalten.

Konnte man früher über solche Mails schmunzeln, weil sie in schlechtem Deutsch und mit falschen Daten verfaßt waren, sind sie inzwischen täuschend echt und werden zur großen Gefahr. Besonders bei PayPal. weiterlesen »

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Okt 31

Während die Poltik sich noch nicht endgültig durchgerungen hat, die Zwangsrouter endlich abzuschaffen, liefert Vodafone (Kabel Deutschland) erneut handfeste Argumente für eine Abschaffung. Das WLAN der Kabelrouter CBN CH6640E0 und Hitron CVE-30360 ist hochgradig unsicher. Kunden, die ein Technicolor TC 7200 erhalten haben, sind von diesem Problem nicht betroffen. Möglicherweise sind aber Kunden anderer kleinerer Kabelanbieter betroffen, sofern sie eines dieser beiden Geräte von Ihrem Anbieter bezogen haben. weiterlesen »

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Okt 18

Das Urteil des EUGH vom 6. Okotber, in dem er das Safe Harbor Abkommen mit den USA für ungültig erklärte, schlug für viele unerwartet ein wie eine Bombe. Während nun viele Politiker meinen, man müsse nun nur ein wenig nachbessern, schlagen die europäischen Datenschützer einen anderen, sehr harten Ton an.

Doch was bedeutet das Urteil eigentlich in der Praxis? Was muss z.B. ein Blogger beachten? Was ändert sich für kleine und mittelständische Firmen?

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Okt 04

Normalerweise berichte ich hier nicht über das, was mir als Kunden selbst widerfahren ist. Weil ja Einzelschicksale bekanntlich nicht zählen und das „über Tisch ziehen“ in dieser Branche nicht so unüblich ist. Heute mache ich mal eine Ausnahme, denn das was mir passierte, kann auch jedem anderen Verbraucher passieren. weiterlesen »

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Sep 29

Die Bundesnetzagentur hat eine neue Kampagne zur Breitbandmessung gestartet. Unter der Adresse www.breitbandmessung.de kann jeder Kunde seine Internetgeschwindigkeit testen und mit den Werten, die er vertraglich mit dem Provider vereinbart hat, abgleichen.

Gemäß den Transparenzvorgaben des Telekommunikationsgesetzes sollen Kunden Umfang und Qualität von Telekommunikationsdiensten vergleichen können. Leider setzt der Test der Bundesnetzagentur auf ein JAVA-Applet und benötigt daher eine installierte JAVA-Runtime auf dem Rechner. Der Test funktioniert nicht mit dem Browser Chrome von Google, denn dieser unterstützt JAVA nicht mehr.

Auch für Mobilgeräte stellt die Bundesnetzagentur Apps bereit. Unter dem Suchbegriff „Breitbandbmessung“ ist die von der zafaco GmbH erstellte App sowohl bei Google Play als auch in Apples App Store zu finden. Die Apps sind kostenlos und werbefrei und ermöglichen die Messung über Wifi und Mobilfunk.

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Jul 21

Ab 2016 kommt der neue Standard DVB-T2 und wird dann bis 2019 DVB-T ablösen. Da der neue Standard nicht abwärtskompatibel ist, können die bisherigen Empfänger nicht weiter genutzt werden. DVB-T2 Geräte sind in Deutschland noch Mangelware, bei unseren europäischen Nachbarn aber schon ab 30 Euro zu haben. Wo ist der Haken? weiterlesen »

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Aug 10

In dieser Woche überschlugen sich die Ereignisse. Nach einem Bericht in der New York Times entdeckte die Sicherheitsfirma Hold Security den Diebstahl von ca 1,2 MIlliarden Zugangsdaten, also Kombinationen aus Mailadresse bzw. Benutzername und einem Passwort bzw. einem Passwort-Hash. Diese sollen von etwa 400.000 Webseiten kommen. Allein diese riesige Zahl macht deutlich, dass ein Großteil der Diebstähle wohl nicht in mühevoller Handarbeit erfolgten, sondern weitgehend automatisiert. Die Hacker dürften Sicherheitslücken in verbreiteter Software genutzt haben, entweder Lücken in der Server-Software oder bei den installierten Anwendungen.

Auch ein Live-Hack, der auf der Sicherheitskonferenz Black Hat vorgeführt wurde, gibt dem Verbraucher ein ungutes Gefühl. In ein mobiles Terminal, wie es millionenfach zum Auslesen von EC- und Kreditkarten benutzt wird, wurde eine vereinfachte Version des Spiels „Flappy Bird“ eingespielt. So harmlos der Hack anmutet, er beweist, dass es möglich ist, beliebigen Code auf diese Geräte zu bekommen und Kontrolle über die Tastatur zu erhalten. Damit wäre es möglich, PIN-Abfragen abzugreifen. Brisant wird der Hack durch die Tatsache, dass die Hacker davon ausgehen, dass dieser Hack bei ca 75% der weltweit eingesetzten Terminals funktiert.

Diese Meldungen und viele andere aus der Vergangenheit zeigen, dass es mit der Sicherheit eher schlecht bestellt ist. Betroffen waren in der Vergangenheit nicht nur kleine Firmen, sondern auch Branchengrößen wie ebay oder Sony, denen man genug Geld und Knowhow  für Datensicherheit unterstellen darf. Daher stellt sich die Frage, ob das Thema Sicherheit richtig angefaßt wird und ob die aktuellen Sicherheitskonzepte zeitgemäß sind. Bei Kartenterminals z.B. ist es ein altbekanntes, aber noch immer ungelöstes Problem: Der Nutzer muss der Maschine blind vertrauen und seine Daten (Karte und PIN) preisgeben. Er hat keine Möglichkeit zu kontrollieren, ob das Terminal wirklich das ist und macht, was es vorgibt. Die gleiche Problematik gilt inzwischen auch für viele Webseiten. Selbst wer die Adresse seiner Bank von Hand eintippt, kann nicht mehr sicher sein, auch auf der Webseite seiner Bank zu landen. Die Manipulationsmöglichkeiten sind hier vielfältig und reichen vom Trojaner auf dem eigenen Rechner über manipulierte Heimrouter bis hin zu manipulierten DNS-Servern bei Providern.

Ein Umdenken muss her und zwar auf allen Ebenen. Viele Webseitenbetreiber müssen sich mal ernsthaft fragen, ob es nötig ist, dass man sich auf Ihren Webseiten überhaupt anmelden muss. Benutzerdaten, die nicht erhoben werden, können auch nicht falsche Hände kommen. Updates der eingesetzten Software sollten selbstverständlich sein. Was bei Do-It-Yourself-Webmastern meist klappt, ist im gewerblichen Bereich schon ein Problem. Viele Firmen und Freiberufler lassen sich Ihre Webseite von einer Agentur erstellen, pflegen selber evtl. mal einige Inhalte ein, können aber keine Updates einspielen. Oft scheitert es daran, dass die Agenturen CMS-Systeme wie z.B. Typo3 einsetzen, die für den Zweck schon zu gross sind. Niemand wird seine Brötchen mit einem LKW vom Bäcker holen, aber ein (oft veraltetes) Typo3 für eine kleine ziemliche statische Webseite einer Arztpraxis oder eines Handwerkers werden Sie sehr oft finden. Die meisten Betroffenen haben nicht die geringste Ahnung, welche Zeitbombe sie da ticken haben. Aber auch die Webhoster selber müssen ihre Hausaufgaben machen. Server laufen meist nach dem Prinzip „Never change a running system“ und die Software wird selten Updates unterzogen. Angreifbare Serversoftware und veraltete Betriebssysteme mit bekannten Fehlern sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

Ein lobenswerter Anfang war die Aktion des Webhosters Goneo. Nach zahlreichen gehackten Ur-Alt Joomla Installationen von Kunden begann man, die Kunden zu informieren, dass man im Interesse aller Kunden Web-Accounts mit gefährlichen Alt-Versionen einige Tage später abschalten werde, wenn kein Update erfolgt. Der Antrieb dieser Aktion war aber weniger die Datensicherheit, sondern die Tatsache, dass die gehackten Joomlas die betroffenen Server so stark auslasteten, dass die Webseiten anderer Kunden auch nicht mehr funktionierten. Dennoch ist die Idee, die Webserver der Kunden nach bekannt gefährlichen Installationen abzuscannen, ein Ansatz für etwas mehr Sicherheit.

Ein anderer Ansatz wäre Datensparsamkeit und das konsequente Meiden von Webseiten mit obskuren Cookies (Cookies von Drittanbietern, meist Werbenetzwerken) und nervigen Sicherheitswarnmeldungen des Browsers. Was nützt ein Shop mit SSL Verschlüsselung, wenn ein Teil der Inhalte der Webseite doch wieder unverschlüsselt sind? Die meisten Browser warnen davor und das nervt. Grund genug, sein Geld woanders auszugeben – das ist meist die einzige Sprache, die sehr schnell in den Chefetagen verstanden wird. Wir Verbraucher haben es ein Stück weit in der Hand…

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Jun 29

ebay-Datenabgleich

Aktuell erhalten deutsche eBay-Kunden eine Mail vom eBay Käuferschutz. Die Mail ist gut gemacht, sieht echt aus und spricht den Empfänger direkt mit echtem Namen an. Im Verlauf der Mail folgt die bei eBay gemeldete Wohnanschrift des Empfängers. Diese Daten dürften aus dem Datenklau im Frühjahr diesen Jahres stammen. Laut diverser Medien wurden eBay neben eBay-Usernamen und verschlüsselten Passwörtern auch die Klarnamen, Postadressen, Telefonnummern und das Geburtsdatum entwendet.

Ein klares Indiz dafür, dass die Mail nicht echt sein kann, ist die Abfrage von sensiblen Daten wie Bankverbindung und Kreditkartennummern einschließlich Monatslimit der Karte in einem relativ simplen HTML-Formular. Dennoch ist zu befürchten, dass diese Phishing-Aktion Erfolg haben wird, da die Mail ansonsten gut und professionell gemacht ist. Keine Rechtschreibfehler, Verwendung vertrauter Logos und echter Daten – das schafft „Vertrauen“. Auf gar keinen Fall das Formular ausfüllen – am besten gleich die Mail löschen.

 

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