Sep 29

Die Bundesnetzagentur hat eine neue Kampagne zur Breitbandmessung gestartet. Unter der Adresse www.breitbandmessung.de kann jeder Kunde seine Internetgeschwindigkeit testen und mit den Werten, die er vertraglich mit dem Provider vereinbart hat, abgleichen.

Gemäß den Transparenzvorgaben des Telekommunikationsgesetzes sollen Kunden Umfang und Qualität von Telekommunikationsdiensten vergleichen können. Leider setzt der Test der Bundesnetzagentur auf ein JAVA-Applet und benötigt daher eine installierte JAVA-Runtime auf dem Rechner. Der Test funktioniert nicht mit dem Browser Chrome von Google, denn dieser unterstützt JAVA nicht mehr.

Auch für Mobilgeräte stellt die Bundesnetzagentur Apps bereit. Unter dem Suchbegriff „Breitbandbmessung“ ist die von der zafaco GmbH erstellte App sowohl bei Google Play als auch in Apples App Store zu finden. Die Apps sind kostenlos und werbefrei und ermöglichen die Messung über Wifi und Mobilfunk.

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Aug 02

Baustellen nerven. Besonders auf der Autobahn, im Stau. Hier ein paar Bilder von Baustellen und fertigen Multifunktionsgehäusen im Osnabrücker Stadtteil Eversburg und im angrenzenden Lotte, die dem Blogger auf einer Radtour vor die Linse kamen. Von solchen Baustellen kann es gar nicht genug geben in Deutschland.

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Feb 02

Zugegeben: Die Überschrift „Wallenhorster Verhältnisse“ stand bislang eher für Mißstände im Rathaus. Hier soll es aber nur um die Internetversorgung des Ortes Wallenhorst im Norden Osnabrücks gehen.

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Jul 22

Wie am vergangenen Wochenende bekannt wurde, muss die Telekom nun mehr Kreuzverteiler aufstellen, damit Wettbewerber einen besseren Zugang zum vorhandenen Kabelnetz erhalten. Nach den Plänen der Bundesnetzagentur soll die verbleibende Strecke zwischen dem Kreuzverteiler und den Hausanschlüssen so kurz sein, dass eine Mindestgeschwindigkeit von 30Mbit/s erreicht werden kann. Je nach Kabelquerschnitt entspricht das einer Länger von 200 bis 300 Meter.

Zustande kam die Entscheidung nach erfolglosen Verhandlungen zwischen der Telekom und dem Wettbewerber EWEtel, der sich daraufhin Anfang Juni mit vier Forderungen an die Bundesnetzagentur wandte und einen Regulierungsantrag beantragte. Drei dieser Forderungen gab die Bundesnetzagentur nun statt: weiterlesen »

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Mrz 25

Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen fördert in den regulierten Sektoren einen wirksamen Wettbewerb und gewährleistet einen diskriminierungsfreien Netzzugang. Seit Mitt letzten Jahres führt Sie im Rahmen der Initiative Netzqualität einen Speedtest durch, der bereits von mehr 500.000mal aufgerufen wurde. Nun wurde dieser Test erweitert um einen Test zur Netzneutralität.

Die Bundesnetzagentur bittet um rege Teilnahme an diesem Test, um herauszubekommen, in welchem Umfang bereits aktuell gewisse Dienste und Ports von den Providern gesperrt oder gedrosselt Leider erfordert der Test ein aktives Java Plugin im Browser – eine Konfiguration, von der allgemein eher abzuraten ist, da Java trotz zahlreicher Patches als hochgradig unsicher anzusehen ist. Wer es installiert oder aktiviert, sollte nach dem Test daran denken, es im Browser zu deaktivieren oder zu entfernen.

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Okt 21

In dieser Woche erschien die 14. TK-Marktanalyse des VATM, die als PDF kostenlos verfügbar ist. Sie zeigt wie kaum eine andere Marktbeochbachtung auf, wie es um den Wettbewerb und die Marktanteile auf dem deutsche TK-Markt bestellt ist. Naturgemäß legt die Studie, die von Dialog Consult im AUftrag des VATM erstellt wurde, einen besonderes Fokus auf die Wettbewerber der Telekom – ein Teil davon ist schließlich im VATM organisiert, die kleineren ziehen den BREKO vor.

Betrachtet man das Festnetz, so gibt es drei wichtige und einigermaßen ernüchternde Erkenntnisse:

  1. Das Wachstum findet fast ausschließlich im Bereich TV-Kabel statt. Bei den klassischen Anschlüssen (ADSL) gibt es kaum Wachstum, eher Umverteilungen. Einer der Verlierer ist O2, die mit der übernommenen Marke Alice DSL in den letzten Monaten keinen klaren Kurs gefahren sind und daher Marktanteile abgaben.
  2. Glasfaserprodukte spielen noch immer keine Rolle. Zwar ist es in einigen Städten möglich, direkte Glasfaseranschlüsse zu erhalten, aber die Marktanteile sind noch verschwindend gering.
  3. Nach wie vor wird, vermutlich aus Kostengründen, das Produkt DSL 6000 am stärksten nachgefragt. Hier liegt die Preisuntergrenze bei 19,95 – ein Preis, bei dem praktisch nichts mehr zu verdienen ist, wie auch die Studie eindrucksvoll auf Seite 6 zeigt.

Wer sich die kurzweilige Lektüre der Studie sparen möchte, dem seien hier noch zwei ganz interessante Zahlen vermerkt, die uns „Powerusern“ von Internet und Handy immer sehr komisch vorkommen und die Sie gekonnt beim nächsten Stammtisch in die Runde werfen können:

  • Das pro Anschluss transportierte durchschnittliche Datenvolumen wird 2012 bei ca 12,5GB pro Monat liegen. Dabei hatte die Netzgemeinde doch schon vor Jahren gelacht, die United Internet es wagen könnte, Kunden mit mehr als 20GB monatlich die Kündigung anzubieten.
  • Trotz Facebook und Whatsapp: Die Zahl der versendeten SMS wird auch 2012 eine neue Rekordmark brechen. Geschätze 157,2 Millionen SMS pro Tag werden es 2012. Das entspricht einem Wachstum von 6,4% gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz mit den SMS wird allerdings geringfügig sinken – immer mehr Tarife haben SMS-Flatrates oder große SMS-Pakete.

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Apr 02

So, der März ist schon wieder um. Wir haben CeBIT, die ipad2-Premiere und das Beben in Japan gut überstanden. In Deutschland haben wir nun die Wende zum Atom-Ausstieg, was die Grünen und AMD freuen würde. Die Grünen, weil sie mehr als 30 Jahre für den Atom-Ausstieg kämpfen, die Chipschmiede, weil sie mit der Bobcat-Plattform endlich eine leistungsfähige Atom-Konkurrenz hat.

Aber war das alles im März? Nein!

Die Bundenetzagentur hat die TAL-Entgelte neu reguliert. Von 10,20 ging es hinuter auf 10,08, bei Einspeisung am KVZ sind es künftig 7,17 Euro, also satte 4 Cent weniger. Und doch geht von dieser Entscheidung, die auf den ersten Blick so belanglos ist, ein wichtiges Signal aus: Eigene Infrastruktur lohnt sich weiterhin. Allerdings können die neuen TAL-Entgelte allerdings nicht sofort verbindlich in Kraft treten, weil zunächst ein nationales Konsultations- und ein EU-weites Konsolidierungsverfahren zu den Entscheidungsentwürfen durchgeführt werden müsse. Die endgültige Festlegung erfolgt dann rückwirkens zum 1. April 2011.

Auch wenn es der VATM gebetsmühlenartig verneint: Hohe TAL-Entgelte fördern den  Wettbewerb der Technologien und schützen die Investitionen in eigene Infrastruktur. Reine Reseller ohne eigene Technik müssen tiefer in die Tasche greifen und verspüren so vielleicht eher Lust, doch in neue Technik zu investieren. Damit und nur damit kommt der Breitbandausbau in Bewegung. Ohne diese Maßnahmen würde der LTE-Ausbau in vielen Gegenden auf längere Sicht der letzte Ausbau in die Breitbandversorgung sein. Dabei ist schon heute klar, dass mittel- und langfristig nur die Glasfaser die benötigten Bandbreiten anliefern kann. LTE ist da so wie die Atomenergie nur eine Brückentechnologie und sollte nur für wenge Jahre mit einem klarem Ausstiegzeitpunkt verwendent werden.

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Jan 02

Das neue Jahr ist keine zwei Tage alt und in der Bundesliga gab es schon den ersten Trainerwechsel. Ganz so schnell ist unsere Telekommunikationsbranche nicht, aber auch dort stehen dieses Jahr wichtige Entscheidungen an. Entscheidungen, mit denen die Weichen für die nächsten Jahre gestellt werden.

Aber der Reihe nach: In diesem Jahr wird eine Vorentscheidung auf dem Smartphonemarkt fallen. Mehr als 50% aller dieses Jahr verkauften Mobiltelefone werden Smartphones sein. Auf diesem Markt geht es zunehmend nicht nur um Marktanteile bei den Geräten, sondern um die Betriebssysteme und die zugehörenden App-Markets. Platzhirsch war hier im vergangenen Jahr Apple. Das iPhone4 verkaufte sich trotz technischer Probleme besser als je zuvor. Auf dem Markt der Betriebssysteme ist jedoch Googles Android der neue Star. Googles Open Source-System hat im letzten Jahr Apples Absätze in vielen Ländern deutlich überflügelt – besonders stark in den USA. Allerdings verteilt sich der Erfolg auf viele Hersteller – allen voran HTC, Samsung, Sony-Ercisson und Motorola, denen mit Android-Telefonen das Comeback aus der Krise gelang. Stabil mit im Markt ist RIM mit seinem Blackberry-System. Kritisch wird es für Nokia. Hier setzt man weiter auf Symbian und das noch unfertige Meego. Die Kundschaft erwartet aber in den Oberklassegeräten mehr, als Symbian zu leisten vermag. Gerüchte zum Jahreswechsel brachten Nokia daher auch schon mit Microsoft in Verbindung. Windows Phone 7 auf Nokia Handies könnte sowohl für Nokia als auch für Microsoft der rettende Durchbruch sein. Für Microsoft wird 2011 zum Schicksalsjahr – flopt Windows Phone 7, dann ist Microsoft raus aus diesem Markt. Und das ist durchaus möglich.

Der Run auf die Smartphones bedeutet auch einen Run auf mobile Datendienste. Wurden im vergangenen Jahr die LTE-Frequenzen versteigert, so gilt es dieses Jahr, die Netze in Betrieb zu nehmen. E-Plus ist hier im ländlichen Raum nur Zaungast, denn man hat ja keine Frequenzen im 800 MHz-Band ersteigert. Und die Nachfrage nach mobilen Datendiensten kann E-Plus in eine Krise stürzen. Denn die mobielen Datendienste wurden in der Vergangenheit nur spärlich und mit geringen Kapazitäten ausgebaut. Dank des geringeren Invests in das Netz (im Vergleich zu den Marktbegleitern) hat riesige Gewinne erwirtschaftet und auch mit den vielen Discounterkunden gut verdient. Nun haben aber auch die Kunden der Discountermarken Smartphones und fragen Datendienste nach. E-Plus hat hier große Ausbaumaßnahmen angekündigt und es wird auch harte Arbeit werden, will man den Rückstand zu den anderen Netzen auch nur verkürzen.

Festnetz: Hier wird immer klarer erkennbar, dass ADSL und ADSL2+ Auslaufmodelle sind. Kurzfristig ist VDSL für die Telefonfirmen die Übergangstechnik zur Glasfaser, die direkt im Gebäude des Kunden endet. Die Kabelfirmen haben es besser, die Kapazitäten des TV-Kabel sind noch nicht ausgereizt. Und die Kunden laufen zu Tausenden zum Internet aus dem TV-Kabel über. Bei den DSL-Anbietern konnten nur noch die Telekom, Alice/O2 und Vodafone einen Zuwachs an DSL-Kunden vermelden. Die anderen Anbieter treten auf der Stelle oder verlieren gar Kunden. Dieser Trend wird sich 2011 noch verschäften. Die Kunden verlangen nach immer schnelleren Leitungen und immer häufiger nach IPTV-Lösungen. Nur die Telekom und Alice bieten IPTV an. Vodafone hat zwar einen Relaunch von IPTV angekündigt, aber mit dem Einstellen der Arcor-Dienste ging wertvolle Zeit und viel Know How verloren. Und so könnte Vodafone im Festnetz auch zukünftig zu den Verlieren gehören. Auf der Verliererseite waren 2010 schon Schwergewichte wie 1&1 oder Versatel.

Im IT-Bereich ist die Cloud in aller Munde. Nicht nur weil Microsoft damit für Windows 7 wirbt. Der Boom von Netbooks und Tablet-PC mit schwachbrüstiger Hardware läßt allerlei Softwareangebote aus dem Netz spriessen. Mit dem Spieleserver im Netz und einem Videostream zum eigenen PC kann der eigene Mittelklasse-PC mit veralteter Grafikkarte Spiele in Auflösungen spielen, die sonst nur mit den aktuellen und teuren Grafikkarten möglich waren. Und der Jahresbeitrag für so einen Dienst ist nicht teurer als ein aktuelles PC-Spieles. Sehr zum Nachteil der Grafikkartenhersteller

Tablet-PC werden 2011 der Renner sein. Neben dem Riesenerfolg vom Apple iPad konnte Samsung mit seinem 7″ Galaxy Pad einen Achtungserfolg verbuchen – mehr als 600.000 verkaufte Geräte. Zur CeBIT werden unzählige Notebook-Schmieden ihre PADs vorstellen. Und auch hier läuft der Kampf Android gegen Apples iOS. Microsofts Windows 7 ist derzeit aussen vor. Es ist erstens zu teuer und es braucht zweitens viel zu viel Rechenleistung. Viele der bislang vorgestellten Tablets lief mit eher schwachbrüstigen, aber sehr sparsamen Prozessoren mit ARM-Technolgie, für die Microsoft gar kein Windows anbieten kann. Auch hier könnte Microsoft dieses Jahr eine vorentscheidende Schlappe einstecken.

Satelliten-DSL: Trotz oder gerade wegen LTE wird sich auch beim Satelliten DSL etwas tun. Nach dem erfolgreichen Start des KA-Sat von Eutelsat in den letzten Tagen des alten Jahres wird es ab Frühjahr 2011 Satelliten DSL in nie gekannten Geschwindigkeiten geben. Brancheninsider gehen von Geschwindigkeiten von bis zu 20 MBit zu Preisen von monatlich deutlich unter 100 Euro aus. Aktuell kosten 2MBit via Astra2Connect bei der Telekom knappe 40 Euro und das ist schon ein Kampfpreis, den die Telekom auch nur gewährt, wenn man außerdem einen Festnetzanschluss mitbucht.

Und zum Schluss noch einmal das Bezahlfernsehen. Neben Sky haben wir ja auch noch HD+ im Rennen. Im November letzten Jahres sind die ersten 12Monatabos ausgelaufen. Zahlen, wie viele Kunden der ersten Stunde nach ihren freien 12 Monaten wirklich gezahlt haben, gibt es bislang nicht. Insgesamt hat man den Eindruck, dass der großen Durchbruch bei den verkauften Geräten bislang ausblieb. Die Zukunft von Sky bleibt spannend. Die drohende Zahlungsunfähigkeit wurde mit einer Kapitalaufstockung verhindert. Mit einer großen Rabattschlacht konnten auch erstmals seit Jahren Neukunden in größerem Umfang gewonnen werden. Aber neben dem klassischen Free-TV hat man auch zunehmend Konkurrenz aus dem Internet. Neben den IPTV Angeboten der Telekom und Alice wären hier Youtube und Maxdome zu nennen. Den ungleichen Kampf „Premium-Abo“ gegen kostenlose oder „Pay-per-View“ Angebote wird Sky nicht gewinnen können. Und das Internet ist aktuelle dabei, den Sprung auf den Fernseher zu vollziehen. Beinahe jedes größere aktuelle TV-Gerät ab 500 Euro hat schon einen Internet-Anschluss. Wer braucht da noch Sky?

Freuen wir uns also auf ein Jahr 2011 mit so vielen spannenden (Vor-)Entscheidungen wie schon lange nicht mehr.

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Nov 28

Der DSL-Markt ist heiß umkämpft, wie jeder unschwer erkennen kann, der abends einen der Privatsender schaut. Die großen Anbieter kämpfen nach wie vor über den Preis um die Kunden.

Der Marktanteil von DSL schrumpft indes. Zwar steigen die absoluten Anschlusszahlen noch leicht, aber immer mehr Neukunden entscheiden sich für Internet via TV-Kabel. Das wird billiger und schneller angeboten.  Und die Kunden schauen zunehmend nicht nur auf den günstigsten Preis, sondern bestellen auch die teureren, superschnellen Angebote mit 60 oder gar 100 Mbit/s.

Konkret konnte Kabel Deutschland nach eigenen Angaben seit Jahresbeginn 180.000 neue Internet-Kunden gewinnen und dürfte am Jahresende über 1,1 Millionen Internet-Kunden haben. Unitymedia steht dem kaum nach und vermeldet 150.000 Neukunden seit Jahresanfang. Auch bei Kabel-BW gibt es reichlich Zulauf – stolze 90.000 Neukunden seit Jahresanfang.

Zum Vergleich: Bei den klassischen DSL-Anietern konnten nur die Telekom (plus 340.000) , Alice/o2 (plus 30.000 in Q3, kein Wert seit Jahresanfang verfügbar) und Vodafone (plus 80.000) Zuwächse bei den DSL-Kunden verbuchen. Bei 1&1 sank die Zahl der Kunden trotz aufwendiger vertrauensbildender Maßnahmen leicht um 30.000 alleine im letzten Quartal. Bei Versatel hingegen nimmt der Kundenschwund schon bedrohliche Formen an – seit Mitte 2009 verlor man ca 80.000 Kunden und zählt nur noch 630.000 Privatkunden im Bestand.

Offenbar können die Kabelanbieter mit ihrer Kombination aus höheren Geschwindigkeiten und attraktiven Preisen bei vielen Privatkunden punkten. Zwar sind Geschwindigkeiten jenseits von VDSL 50.000 auch immer Kabel noch die Ausnahme und nicht die Regel, aber schon die eigentlich immer verfügbaren 20.000 bis 30.000 liegen deutlich über dem, was der Durchschnittskunde mit DSL bekommen kann. Den Kabelanbietern gehört die Zukunft – das ist nicht nur eine Einschätzung von Fachleuten, sondern eine Erkenntnis, die offenbar schon im Markt angekommen ist. Speziell die Wettbewerber der Telekom müssen sich dringend überlegen, wie und womit sie in 10 Jahren Geld verdienen wollen. Sonst werden die beiden Branchenverbände BREKO und VATM noch zu Clubs der Toten Telefonfirmen.

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Okt 12

Anfang 2009 vereinbarte die Telekom neben einer Kooperation mit Arcor in zwei Städten auch eine Kooperation mit der Oldenburger EWE Tel. Gegenstand dieser Vereinbarung war der gegenseitige Zugang zu den Netzen und der Ausbau der Infrastruktur in 9 norddeutschen Städten mit einer einheitlichen Technik. Während die Telekom in Bremerhaven, Wilhelmshaven, Emden und Stade VDSL bereitstellen wollte, sollte die Telekommunikationstochter des Energieversorgers EWE die Städte Leer, Vechta, Cloppenburg, Aurich und Delmenhorst ausbauen. Nun wurde das offenbar nie vertraglich fixierte Vorhaben zu Grabe getragen. Besonders überraschend sind die vom Delmenhorster Kreisblatt recherchierten Gründe:

Neben den nach wie vor unsicheren regulatorischen Vorgaben durch die Bundesnetzagentur wird von der EWE der zeitraubende Abstimmungsprozess als großes Hindernis benannt. Der dritte Grund sei die Konzentration des Regionalcarriers auf die Fläche im ländlichen Raum. Die EWE Tel hat sich in der Vergangenheit mehrfach um den Ausbau mit schnellen Verbindungen beworben und den Zuschlag erhalten. So wurde im Landkreis Oldenburg die Anbindung von 12.000 Haushalten mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket realisiert oder z.B. in den Gemeinden Stuhr und Weyhe, die zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Mehr Breitband fürs Land“ gehören.  Angesichts dieser reichlich geförderten Projekte erscheine nun der ungeförderte Ausbau einer Stadt wie Delmenhorst unattraktiv. „. „Geschwindigkeit und Umfang des Netzausbaus in Delmenhorst müssen neu besprochen werden.“ wird EWE Tel-Sprecher Christian Bartsch zitiert.

Sollten hier die Förderungen der öffentlichen Hand für ländliche Bereiche dazu führen, dass der Ausbau in anderen, weniger ländlichen Gebieten gestoppt oder verzögert wird? Die Äusserungen der EWE geben allen Grund zur Annahme, das in der Oldenburger Firmenzentrale Gedanken dieser Richtung nicht fremd sind.

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