Sep 29

Die Bundesnetzagentur hat eine neue Kampagne zur Breitbandmessung gestartet. Unter der Adresse www.breitbandmessung.de kann jeder Kunde seine Internetgeschwindigkeit testen und mit den Werten, die er vertraglich mit dem Provider vereinbart hat, abgleichen.

Gemäß den Transparenzvorgaben des Telekommunikationsgesetzes sollen Kunden Umfang und Qualität von Telekommunikationsdiensten vergleichen können. Leider setzt der Test der Bundesnetzagentur auf ein JAVA-Applet und benötigt daher eine installierte JAVA-Runtime auf dem Rechner. Der Test funktioniert nicht mit dem Browser Chrome von Google, denn dieser unterstützt JAVA nicht mehr.

Auch für Mobilgeräte stellt die Bundesnetzagentur Apps bereit. Unter dem Suchbegriff „Breitbandbmessung“ ist die von der zafaco GmbH erstellte App sowohl bei Google Play als auch in Apples App Store zu finden. Die Apps sind kostenlos und werbefrei und ermöglichen die Messung über Wifi und Mobilfunk.

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Jul 22

Wie am vergangenen Wochenende bekannt wurde, muss die Telekom nun mehr Kreuzverteiler aufstellen, damit Wettbewerber einen besseren Zugang zum vorhandenen Kabelnetz erhalten. Nach den Plänen der Bundesnetzagentur soll die verbleibende Strecke zwischen dem Kreuzverteiler und den Hausanschlüssen so kurz sein, dass eine Mindestgeschwindigkeit von 30Mbit/s erreicht werden kann. Je nach Kabelquerschnitt entspricht das einer Länger von 200 bis 300 Meter.

Zustande kam die Entscheidung nach erfolglosen Verhandlungen zwischen der Telekom und dem Wettbewerber EWEtel, der sich daraufhin Anfang Juni mit vier Forderungen an die Bundesnetzagentur wandte und einen Regulierungsantrag beantragte. Drei dieser Forderungen gab die Bundesnetzagentur nun statt: weiterlesen »

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Mrz 25

Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen fördert in den regulierten Sektoren einen wirksamen Wettbewerb und gewährleistet einen diskriminierungsfreien Netzzugang. Seit Mitt letzten Jahres führt Sie im Rahmen der Initiative Netzqualität einen Speedtest durch, der bereits von mehr 500.000mal aufgerufen wurde. Nun wurde dieser Test erweitert um einen Test zur Netzneutralität.

Die Bundesnetzagentur bittet um rege Teilnahme an diesem Test, um herauszubekommen, in welchem Umfang bereits aktuell gewisse Dienste und Ports von den Providern gesperrt oder gedrosselt Leider erfordert der Test ein aktives Java Plugin im Browser – eine Konfiguration, von der allgemein eher abzuraten ist, da Java trotz zahlreicher Patches als hochgradig unsicher anzusehen ist. Wer es installiert oder aktiviert, sollte nach dem Test daran denken, es im Browser zu deaktivieren oder zu entfernen.

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Jan 01

Wieder ist ein Jahr vorbei. Grund genug, kurz innezuhalten. Was war, was wir kommen?

Natürlich kann man nicht alle Ereignisse und Trends erahnen. Das ist auch besser so. Wer konnte sich auch nur im Traum eine Katastrophe wie in Japan vorstellen? Ein schweres Erdbeben, ein gigantischer Tsunami und die Kernschmelze in drei Reaktoren des Atomkraftwerks in Fukushima. Seit dem ist der Atom-Ausstieg Konsens und die Strompreise steigen wegen der Mehrkosten für regenerativ erzeugten Strom auch in den nächsten Jahren weiter an. Man braucht daher keine Kristallkugel, um zu erkennen, dass „Green IT“ oder wenigstens besonders sparsame IT auch 2012 ein Hauptthema sein wird. Selbst wenn man den Umweltaspekt außen vor läßt, bei den zu erwartenden Strompreisen lohnt der Invest in sparsamere Technik allemal.

Bei den Mobilfunkherstellern wird es spannend. Schafft der einstige Branchenprimus Nokia mit dem Fokus auf Windows Phone die Wende?  Viele Experten halten die Festlegung auf Windows Phone und die enge Bindung an Microsoft für einen schweren Fehler, der Nokia die Existenz kosten könnte. Außerdem bleiben die zahlreichen Patent- und Geschmacksmusterklagen, die man als Apple gegen den Rest der Mobile-Welt zusammenfassen könnte. Die Kunden haben längst entschieden und greifen immer mehr zu Android statt Apples IOS. Aber Apple wird mit einem guten zweiter Platz sicherlich auch leben können. Für RIMs Blackberry wird sicherlich auch in Zukunft die Business-Nische bleiben. Und für Windows Phone? Da ist es fraglich, ob für Microsoft noch Platz am Markt ist. Aktuell ist der Markanteil von Windows Phone geringer als der von Samsungs eigenem System BADA. Beide liegen abgeschlagen unter 2%.

Kommen wir zum Datenschutz. Im Jahr 2011 hatten wir diverse Skandale, die es bin in die Abendnachrichten der großen TV-Sender geschafft haben.  Da wurden Sony Millionen Datensätze aus mehreren Netzwerken gestohlen. Rewe wurden die Kundendaten einer Bildertauschbörse entwendet. Und erst vor wenigen Tagen wurden der US-Sicherheitsfirma Strafor Kreditkarten gestohlen. Dagegen ist die Erkenntnis, das facebook gelöschte Daten doch nicht löscht, fast schon harmlos. Ein Student aus Österreich hatte eine Datenauskunft angefordert und nach längerem Tauziehen bekommen. Ausgedruckt wären es mehr als 1500 Seiten Papier gewesen, was facebook nur über diese eine Person alles gespeichert hat.

2012 muss das Jahr des Datenschutzes werden. Datenschutz hinsichtlich der Selbstbestimmung der Bürger, was mit ihren Daten passiert und wer eigentlich wieviel speichern darf. Der Blogger hat im vergangenen Jahr bei einigen SPAM-Mails mal eine Datenauskunft eingefordert und war sehr irritiert, zu welchen Nachtzeiten er an Gewinnspielen teilgenommen haben soll und diese sogar per Opt-IN betätigt habe. Besonders irritierte ihn die Tatsache, mit welchen Providern er das gemacht haben soll. Und dass am Ende immer wieder die gleichen Firmen diese Gewinnspiele technisch abgewickelt haben, macht die Sache nicht glaubwürdiger, sondern zu einem Fall für die Staatsanwaltschaft.

2012 muss das Jahr der Datensicherheit werden. Wenn ein Kunde einem renomierten Unternehmen wie z.B. Sony seine Kreditkartendaten anvertraut, um Spiele und andere Dienste zu bezahlen, dann muss er sicher sein dürfen, dass seine Daten gut geschützt sind. Bei Sony wird man dies sicherlich mit allen Kräften sicherstellen, aber wie sieht bei anderen Firmen aus? Auf zahlreichen Webseiten klaffen Sicherheitslücken. Es gibt Hunderte von Untergrundforen, in denen Exploits zu Software, die auf vielen Servern läuft, gehandelt oder offen gepostet werden. Bekannte Sicherheitslücken bei Standardpaketen wie joomla, typo3 oder WordPress werden oft nur wenige Stunden nach Bekanntwerden in großem Umfang genutzt. Nicht mit Dummenjungenstreichen, wie es z.B.  einmal dem FC Schalke 04 vor dem Revierderby passierte, sondern meist von Kriminellen, die diese Server hacken, um damit SPAM zu versenden, Phishing Attacken zu starten oder Besuchern Trojaner unterzuschieben. Da sind längst keine Einzelkämpfer mehr am Werk, die man leicht an der bleichen Haut erkennt, weil sie nie das Tageslicht sehen. Es sind gut organisierte Banden am Werk, die mit modernen Methoden und arbeitsteilig arbeiten und daher kaum zu fassen sind. Wenn diese Entwicklung nicht gestoppt werden kann, dann werden Cyberkriminelle bald mehr Geld machen als Drogenkartelle oder Waffenschieber.

Wie man sich schützen kann? 100% sicherlich nie, aber halten Sie ihre Software und natürlich ihren Virenscanner immer aktuell. Seien Sie sparsam mit dem „Verteilen“ von persönlichen Daten und ganz besonders bei Konto- oder Kreditkartennummern. Verwenden Sie Antivirensoftware, die auch die Mails und den Webdatenverkehr mit überwacht. Das kostet zwar Performance, bietet aber mehr Schutz, z.B. vor dreisten Erpressungstrojanern wie dem UKash/BKA-Trojaner.

Was sonst noch 2012 passieren wird? Der HSV wird wieder nicht Deutscher Meister, sondern die Bayern machen es wieder mal. Und im Sommer wird ein neuer Europameister ausgespielt und Deutschland hat gute Chancen auf das Endspiel. Und die Bundesnetzagentur will neue Verordnungen auf den Weg bringen und dafür sorgen, dass Kunden bei Rufnummernportierung wirklich nur wenige Stunden ohne Anschluss sind.

In diesem Sinne: Frohes neues Jahr!

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Apr 02

So, der März ist schon wieder um. Wir haben CeBIT, die ipad2-Premiere und das Beben in Japan gut überstanden. In Deutschland haben wir nun die Wende zum Atom-Ausstieg, was die Grünen und AMD freuen würde. Die Grünen, weil sie mehr als 30 Jahre für den Atom-Ausstieg kämpfen, die Chipschmiede, weil sie mit der Bobcat-Plattform endlich eine leistungsfähige Atom-Konkurrenz hat.

Aber war das alles im März? Nein!

Die Bundenetzagentur hat die TAL-Entgelte neu reguliert. Von 10,20 ging es hinuter auf 10,08, bei Einspeisung am KVZ sind es künftig 7,17 Euro, also satte 4 Cent weniger. Und doch geht von dieser Entscheidung, die auf den ersten Blick so belanglos ist, ein wichtiges Signal aus: Eigene Infrastruktur lohnt sich weiterhin. Allerdings können die neuen TAL-Entgelte allerdings nicht sofort verbindlich in Kraft treten, weil zunächst ein nationales Konsultations- und ein EU-weites Konsolidierungsverfahren zu den Entscheidungsentwürfen durchgeführt werden müsse. Die endgültige Festlegung erfolgt dann rückwirkens zum 1. April 2011.

Auch wenn es der VATM gebetsmühlenartig verneint: Hohe TAL-Entgelte fördern den  Wettbewerb der Technologien und schützen die Investitionen in eigene Infrastruktur. Reine Reseller ohne eigene Technik müssen tiefer in die Tasche greifen und verspüren so vielleicht eher Lust, doch in neue Technik zu investieren. Damit und nur damit kommt der Breitbandausbau in Bewegung. Ohne diese Maßnahmen würde der LTE-Ausbau in vielen Gegenden auf längere Sicht der letzte Ausbau in die Breitbandversorgung sein. Dabei ist schon heute klar, dass mittel- und langfristig nur die Glasfaser die benötigten Bandbreiten anliefern kann. LTE ist da so wie die Atomenergie nur eine Brückentechnologie und sollte nur für wenge Jahre mit einem klarem Ausstiegzeitpunkt verwendent werden.

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Jul 15

Trotz schärferer Gesetze werden Deutsche immer häufiger durch Telefon-SPAM belästigt. Sei es durch Bandansagen, die dem Angerufenen mitteilen, er habe gewonnen und solle bitte zur Einlösung des Gewinns eine 0900er RUfnummer anrufen oder durch echte Mitarbeiter, die z.B. vorgeben, bei der ARD zu arbeiten und einem die frohe Kunde eines Gewinns von 330 Euro bei einem Gewinnspiel der ARD überbringen wollen. Wie selbstverständlich wird gefragt, ob der Gewinner sein Konto bei der Sparkasse oder der Volksbank habe – schließlich möchte man den Gewinn ja schnell überweisen. Auch beim Blogger rief diese „ARD“ vor einigen Wochen an. Dank CTI-Software auf dem Rechner konnte die Rufnummer 032223321806 des Anrufers mit Hilfe von Google schnell als bekannte Nummer enttarnt werden.

Bei so vielen bekannten Fällen fragt sich der Verbraucher, warum nichts passiert. Telkotalk hat sich an die ARD gewandt, die in diesen Fällen auch ganz selbstverständlich von Betrugsversuchen spricht.

In der Stellungsnahme der Zuschauerredaktion heißt es weiter  „Das Landeskriminalamt Berlin ist zwischenzeitlich ebenfalls aktiv. Sie werden sicher Verständnis haben, dass es hinsichtlich der Strafverfolung mehr als problematisch ist, diese nur auf Basis von Berichten von Anrufen vorzunehmen. Wir vertrauen weiterhin auf das Justizsystem und die betrauten Instanzen und hoffen, dass die Anrufe bald aufhören.

Das klingt irgendwie wenig hoffnungsvoll. Natürlich sind der ARD selbst die Hände gebunden. Solange die strafverfolgenden Behörden nicht einmal den Täter ermitteln, kann man gegen diese weder straf- noch zivilrechtlich vorgehen. Und genau das ist der wunde Punkt in Deutschland.

In einem Artikel der FAZ wird am 10. Juli berichtet, dass die Bundesnetzagentur die Staatsanwaltschaften scharf kritisiert. Die Verfahren würden zu häufig eingestellt und die wirtschaftliche Dimension der Fälle völlig unterschätzt. Zudem sitzen die Hintermänner immer häufiger im Ausland und agieren mit deutschen Strohmännern und Briefkastenfirmen. Daher fordert die Bundesnetzagentur nun die Schaffung einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft. Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass der Telefon-SPAM trotz teilweiser innerhalb weniger Tage erwirkten Abschaltungen von 0900er Rufnummern und Inkassoverboten für diese Nummern weiterhin äußerst lukrativ sein muss, da sich die Fälle immer mehr häufen. Immer mehr Verbraucher wenden sich mit Beschwerden diesbezüglich an die Netzagentur, die zum Ende diesen Jahres mit der Rekordzahl von 70.000 Beschwerden rechnet.

Liebe Frau Aigner: Natürlich ist Facebook eine „böse“ Webseite und wenn man sich dort publikumswirksam abmeldet, weil der Datenschutz eher nicht vorhanden ist, dann findet Telkotalk das ok. Aber es wäre wünschenswert, wenn auch den Telefonbetrügern das Leben schwerer gemacht wird. An den angedrohten Strafmassen kann es nicht mehr liegen, die sind schon recht hoch. Aber solange niemand ernsthaftes Interesse an der Durchsetzung des geltenden Rechts zeigt, sind all diese schönen Verbraucherschutzgesetze zahnlose Tiger. Also Frau Aigner, auf gehts, stoppen Sie das Treiben der Telefon-Betrüger! Zeigen Sie den Verbrauchern, dass Deutschland ein Rechtsstaat ist, der seine Bürger vor allzu offensichtlichen Betrügereien schützt!

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Mai 23

In dieser Woche endete die Versteigerung von Frequenzen der Bundesnetzagentur für die 4. Mobilfunkgeneration, besser bekannt unter dem Namen LTE. Das Ergebnis überraschte eigentlich niemanden: Im reichweitenstarken 800MHz Band (digitale Dividende) gab E-Plus auf. Das 800MHz-Band ist der Freuenzbereich, mit dem man hofft, die zahlreichen weißen Flecken auf der Landkarte der Breitbandversorgung endlich tilgen zu können. Aus diesem Geschäft hat sich nun E-Plus zurückgezogen.

Schon beim UMTS-Standard hält sich E-Plus vornehm zurück und erfüllt gerade so die Auflagen der 3G-Lizenz. Dort wo man versorgt, stehen den Kunden lediglich 384KBit/s zur Verfügung. Die Datenturbos HSDPA und HSUPA werden nur einer Handvoll Städte angeboten.

Bei LTE ist E-Plus bei den Frequenzen hoher Reichweite eben nicht dabei. Die neue Strategier lautet also „Mut zur Lücke“. Man wird die Versorgung in den Städten zum Discounterpreis anbieten müssen, um sich vom Wettbewerb absetzen zu können. Doch an der Preisschraube hatte zuletzt schon O2 kräftig gedreht. Discountpreise bei einer Versorgung, die der Versorgung der beiden Big Player des deutschen Marktes nur unwesentlich nachsteht. Da bleibt für E-Plus wenig Platz. Schon in der Vergangenheit wurde das Netz zunehmend durch eigene und fremde Discountmarken wie Aldi-Talk, blau.de, Klarmobil oder Simyo ausgelastet. Und mit denen kann man nur Geld verdienen, wenn man wenig Geld in den Netzausbau investiert. So wie in den letzten beiden Jahren bei E-Plus geschehen. Aber das wird nicht mehr lange gut gehen. KPN wird sich in den nächsten 2 Jahren entscheiden müssen, ob sie E-Plus aufgeben (Insolvenz oder Verkauf zum Ramschpreis) oder sehr viel Geld für den Netz-Ausbau in die Hand nehmen wollen. Und selbst dann wäre E-Plus immer noch nur ein Stadtfunker…

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Okt 14

Fast 10 Jahre nach der Versteigerung der UMTS-Frequenzen im August 2000 plant die Bundesnetzagentur für das 2. Quartal 2010 die bislang größte Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen. Versteigert werden sollen unter anderem Frequenzen der sogenannten „digitalen Dividende“.

Die Versteigerung im Jahre 2000 brachte dem Bund unerwartete Rekordeinnehmen von mehr als 100 Milliarden DM. Den beteiligten Unternehmen hingegen brachte es in erster Linie hohe Schulden und so blieben zwei Bieter am Ende auf der Strecke und bauten kein UTMS-Netz auf.

Ab 21. Oktober können sich potentielle Bieter bewerben. Und wir Zaungäste können uns schon mal auf den nächsten Frequenzpoker freuen. Hoffentlich wird es spannend und unterhaltsam, denn die Zeche zahlen garantiert wir als Verbraucher und Steuerzahler.

Noch nicht ganz klar ist es, was mit den neuen Frequenzen alles erlaubt sein wird. Die Frequenzen im Bereich um 8000 MHz haben eine recht hohe Reichweite und gelten als der Schlüssel zur drahtlosen Breitbandversorgung in Orten, die bislang als Weiße Flecken auf der DSL-Landkarte liegen. Zum Einsatz könnte hier der neue Standard LTE kommen. Denn das bislang in Deutschland genutzte UMTS funkt auf 2,1GHz und hat eine recht geringe Reichweite. LTE wird bereits im Testbetrieb genutzt, allerdings fehlt noch eine Standardisierung der Telefonie (Sprachübertragung) in diesem Standard.

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Sep 22

Seit gestern geistert die Meldung durch die Medien:

Die Bundesnetzagentur sperrt 7 Call Centern die Rufnummern. U.a. bei der Telecom-Handel nachzulesen. Diese Callcenter haben ihre Predictive Dialer wohl sehr agressiv wählen lassen. Dabei sind diese Dialer seit Jahren Branchenstandard und werden selbst in sehr seriösen Häusern verwendet. Sollte den Mitarbeitern der Bundesnetzagentur das bislang entgangen sein?

Was nun als Etappensieg der Bundesnetzagentur verkündet wird, ist doch eigentlich die Anzeige der Kapitulation. Wenn man die schwarzen Schafe unter den Call Centern nur mit Sperrung der Rufnummern bedrohen kann, ist es klares Indiz dafür, dass man eigentlich keine Möglichkeiten hat. Ob einem Outbound-Unternehmen die Rufnummer gesperrt wird oder in China der berühmte Sack Reis umfällt, ist egal. Beides hat keine Auswirkungen. Denn ein unseriöses Call Center will ohnehin nicht zurückgerufen werden. Die schwarzen Schafe blenden ohnehin oft falsche Rufnummern ein.
Aber wie könnte man das Problem wirklich in den Griff bekommen? Eigentlich ganz einfach, denn die agressive Wahl eines größeren Predictive Dialers könnte vergleichbar mit einem SPAM-Filter bei Mail erkannt und geblockt werden. Technisch sollte das heutzutage für die großen Netzbetreiber kein Problem mehr sein. Die Tatsache, an den Millionen Werbeanrufen noch mitzuverdienen, ist da eher ein Hinderungsgrund. Und natürlich die rechtliche Grundlage, in solchen Fällen die Netzneutralität zu verletzen.

Das aktuelle Vorgehen der Bundesnetzagentur ist aber wirklich nur ein PR-Gag. Ob es dem Wahlkampf geschuldet ist?

Gruß Holger

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