Feb 02

Zugegeben: Die Überschrift „Wallenhorster Verhältnisse“ stand bislang eher für Mißstände im Rathaus. Hier soll es aber nur um die Internetversorgung des Ortes Wallenhorst im Norden Osnabrücks gehen.

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Nov 24

Darf man einer vor zwei Tagen veröffentlichten Studie der Firma Websense glauben, dann gehört der Diebstahl von Daten in  Unternehmen zur Tagesordnung. Rund 1000 IT-Manager seien befragt worden und offenbarten erschreckende Erkenntnisse. So seien 33% der Befragten bereits wichtige Firmendaten gestohlen worden. Gleichzeitig würden neue Gefahren aus dem Web nur von 30% als ernstzunehmende Gefahr eingestuft. Und nur 2% setzen auf professionelle Lösungen zur „Data Lost Prevention“. Natürlich darf man einem Anbieter von Sicherheitslösungen gewisse Interessen unterstellen und muss solche Meldungen etwas relativieren. Schon bei einem einfachem Rundmailing z.B. an gute Kunden kann man ungewollt wichtige Firmendaten verlieren – wenn man z.B. die Empfängeradressen nicht ins BCC setzt, sondern für sichtbar einsetzt.

Dennoch lassen die zahlreichen Meldungen in den Medien über Datenpannen, Datenlecks und Datendiebstähle ahnen, dass die von Websense ermittelten Zahlen stimmen könnten. Möglicherweise ist die Dunkelziffer noch größer, denn nur gravierende Fälle finden ihren Weg in die Medien und evtl. hat auch nicht jeder IT-Manager einen gravierenden Verlust von Daten in der Befragung eingestanden.

Der Schutz von Daten vor Missbrauch wird offenbar noch immer als lästiges Übel betrachtet. Niemand käme auf die Idee, ein Lager, in dem teure Ware gelagert wird, ohne verschlossene Tore und Alarmanlage zu betreiben. Geldautomaten sind in sich kleine Festungen aus bestem Stahl und dazu noch fest im Fundament der Gebäude verankert, damit möglichst niemand den Automat als Ganzes klaut. Die gleichen Automaten waren dagegen jahrelang nur unzureichend gegen Datenklau per Skimming geschützt.

Firmennetzwerke werden im Regelfall zwar gegen Angriffe von Aussen geschützt, aber schon so vergleichsweise einfache Trojaner wie der UKASH (BKA-Trojaner) schaffen es immer wieder, Virenschutzsoftware zu überwinden. Ein gezielt zum Datenklau eingesezter Trojaner wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit alle handelsüblichen Schutzprogramme überwinden können. Der Schutz der Daten gegen Angriffe von Innen, also durch Mitarbeiter, ist ein noch viel heikleres Thema. Hier gibt es kaum belastbare Zahlen. Aber man darf vermuten, dass es diesen Schutz in kleineren und mittleren Unternehmen defakto nicht gibt. Möglicherweise ist den Verantwortlichen in solchen Firmen gar nicht klar, welche Daten anfallen und welche davon wichtig sind.

Fakt scheint zu sein, dass Datenschutz nur als lästiges Übel wahrgenommen wird. Und dass Verstöße dagegen damit enden, dass ein paar Tausend Leute illegal Werbung zugemail bekommen. Genau das ist falsch! Datenschutz ist das Verhindern von Datendiebstählen. Datendiebstähle können schon im kleinen Stil riesige Schäden anrichten, wie diese Meldung der NOZ über Betrug mit geklauten EC-Karten Daten zeigt. Dort wird wieder über EC-Karten-Datenklau in EDEKA Supermärkten berichtet. Die diesmal betroffenen Märkte im Raum Göttingen machten die gleichen Fehler wie die einen Monat zuvor betroffenen Märkte im Raum Osnabrück. Die EC-Geräte wurden weder regelmäßig auf Manipulationen überprüft noch nachts im Tresor aufbewahrt. Ein Lerneffekt innerhalb der EDEKA-Kaufleute ist nicht feststellbar  – sonst hätte man den neuen Schaden gut vermeiden können.

Während die Lebensmittelhänder mit „Wir lieben Lebensmttel“ werben, sollten wir Kunden lieber unsere Daten lieben und dort einkaufen, wo es sicher ist. Fragen Sie doch mal an der Kasse nach Datenschutz und Datensicherheit!

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Feb 26

Die reinen Zahlen für 2010 hatte Sky ja schon im Januar veröffentlicht. Diese Woche wurden in der Bilanzpressekonferenz die Visionen zu den Zahlen nachgereicht. So ist die Zahl der Abos auf 2,653 Millionen gestiegen, ein Plus von ca 183.000 im Vergleich zu 2009.

Laut Sky sei HD-Angebot der Grund für steigende Kundeninteresse. Rund 593.000 zahlende HD-Abonnenten soll Ende 2010 geben Hinzu kommen mehr als 300.000 Kunden, die eine HD fahige Settopbox haben und im Rahmen eines Angebot einige HD-Kanäle kostenlos schauen.

Der Umsatz ist 2010 um 8,4 Prozent auf 977,8 Millionen Euro gestiegen. Gestiegen ist aber auch der Verlust. Das Jahr 2010 wurde mit einem Rekordverlust von 268,6 Millionen Euro beendet. 2009 waren es „nur“ 262,7 Millionen Euro.

Man ist sich bei Sky aber sicher, einen Turnaround geschafft zu haben und erwartet für dieses Jahr bessere Zahlen. Dies soll mit innovativer Technik wie 3D und neuen Inhalten geschaffen werden. Derzeit wird ja pro Spieltag ein Bundesligaspiel in 3D übertragen. Neben der Bundesligaberichterstattung will man nun verstärkt mit eigenen Sportsendungen und einem eigenen Sportnachrichten-Kanal punkten. Dies könnte auch nötig sein, gibt es doch in der DFL Überlegungen, die Bundesliga zukünftig in Eigenregie zu produzieren, wie dies bei anderen Sportarten (z.B. Formel1) schon üblich ist. Der Fußball-Wettbewerber Telekom produziert für sein Liga-Total inzwischen auch eigene Sendungen und konnte dafür den bekannten Moderator Johannes B. Kerner gewinnen.

So wie es aussieht, konnte sich Sky-Chef Brian Sullivan trotz des für Sky turbolenten Jahres 2010 nun erst einmal etwas Luft verschaffen. Aber die Kritiker, die nach wie vor behaupten, dass ein Bezahlfernsehen nach britischem oder US-Vorbild in Deutschland nicht funktionieren wird, verstummen keineswegs. Durch die Integration des Internet und insbesondere zahlreicher Videoportale in die modernen Fernsehgeräte droht diesem Geschäftsmodell künftig kräftiger Gegenwind. Herr Sullivan tut gut daran, Strategien gegen Apple TV und ähnliche Portale zu entwickeln.

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Mai 13

PleitegeierNach einem Minus von 80 Millionen Euro im 1. Quartal 2009 meldet der Bezahlsender Sky nun einen Verlust von satten 97 Millionen Euro. Auch bei den Kundenzahlen herrscht Stillstand. Verglichen mit der Kundenzahl im Vorjahresquartal stieg die Zahl der Abo-Kunden um sagenhafte 1000 (in Worten: Eintausend) auf 2,47 Millionen Abo-Kunden im 1. Quartal 2010.  Angesichts dieser Zahlen ist unklar, wie der neue Chef Brian Sullivan das Ruder rumreißen möchte. Der Sender brennt aktuell zwar mit neuen Angeboten wie Sky+ (HD-Angebot) und einem IPAD-App ein Feuerwerk an Innovationen ab, aber der Erfolg scheint in weiter Ferne.  So empfängt Skys neuer HD-Receiver nicht die HD+ Programme der deutschen Privatsender und für die Kabelkunden gibt es noch gar kein passendes Gerät.  Eine „Aktivierungsgebühr“ zwischen 250 und 350 Euro machen das Leihgerät deutlich teurer als HD+ taugliche Sat-Receiver, die mit Preisen um die 200 Euro bislang auch kein Kassenschlager im Fachhandel waren.

Das zweite Quartal wird für Sky kaum besser werden. Die aktuelle TV-Werbekampagne kostet viel Geld und der nahende Sommer mit der WM als sportliches Großereignis liefert keine Kaufanreize zugunsten von Sky.  Telektalk bleibt bei der Einschätung, dass der aktuelle Chef Brian Sullivan kein Jahr an der Spitze von Sky bleibt.

Und Sky? Der Pleitegeier hat sich schon mal sein Besteck geholt…

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