Okt 31

Während die Poltik sich noch nicht endgültig durchgerungen hat, die Zwangsrouter endlich abzuschaffen, liefert Vodafone (Kabel Deutschland) erneut handfeste Argumente für eine Abschaffung. Das WLAN der Kabelrouter CBN CH6640E0 und Hitron CVE-30360 ist hochgradig unsicher. Kunden, die ein Technicolor TC 7200 erhalten haben, sind von diesem Problem nicht betroffen. Möglicherweise sind aber Kunden anderer kleinerer Kabelanbieter betroffen, sofern sie eines dieser beiden Geräte von Ihrem Anbieter bezogen haben. weiterlesen »

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Dez 07

Nach einem umfangreichen Formware-Update für die Easyboxen der Reihen 300, 400, 600 und 800 mit Produktionsdatum bis August 2011 glaubte man bei Vodafone, die Lücken im WLAN endgültig geschlossen zu haben. Entstanden waren diese, da der Hersteller die Standfardpasswörter und WPS-Pin mit einem patentierten Algorithmus aus der MAC-Adresse gewann. Da Patente öffentlich einsehbar sind, war zum Knacken nicht einmal Reverse-Engeneering erforderlich. Sogar das BSI warnte vor diesem Sicherheitsrisiko. Das „Knacken“ des WLAN Hunderttausender Vodafone-Kunden war mit den passenden Tools kinderleicht und in Sekundenbruchteilen möglich. weiterlesen »

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Jun 26

Seit zwei Tagen (seit dem 24.6.2010) ist das neue IPhone4 auf dem Markt und es soll sich bereits mehr als 1 Millionen mal verkauft haben. Über Sinn oder Unsinn eines Apple-Produkte zu sinnieren, ist zwecklos. Das ist schlimmer wie die Glaubensfrage zwischen Christen und Muslime.  Sei´s drum, die Dinger sehen stylisch aus und glänzen durch Funktion und überhöhte Preise.

Beim IPhone4 droht Apple nun ein ernsteres Fiasko. Bereits am ersten Tag tauchten Meldungen über Gesprächabbrüche und schlechtem Empfang während des Telefonierens.  Besonders dann, wenn man es während des Gespräches in die linke Hand nehme. Von Apple war darauf sofort zu hören, dass sei „eine Gegebenheit des Lebens bei jedem Mobiltelefon“ und man möge es wie bei jedem Mobiltelefon vermeiden, die Antenne mit der Hand abzudecken.

Das ist sicherlich richtig und doch scheint es nur die halbe Wahrheit zu sein. Kein beliebiges Mobiltelefon benutzt blanken, offen berührbaren Edelstahl als Antenne. Beim IPhone4 wird bekanntlich ein Teil des Edelstahlrahmens als Antenne genutzt. Präzise gesagt, für UMTS ist es der untere Teil des Rahmens. Und den berührt man sehr leicht, wenn man das Telefon während des Telefonierens in die Hand nimmt, was ja die meisten Nutzer mit ihrem Gerät machen. Das direkte Berühren beider Antennenenden (unisolierter Edelstahl!) verstimmt natürlich sofort die Antenne und den Sendeschwingkreis und hat in vielen Fällen den sofortigen Abbruch der UMTS-Verbindung zur Folge. In den meisten Fällen gelingt dann noch der reibungslose Handover ins normale GSM-Netz, so dass es nicht zum Gesprächsabbruch kommt. Aber eben nicht immer.

Die Redaktion von Onlinekosten.de hat ein kleines Video gedreht, das sehr schön diese Problematik zeigt. Apple empfiehlt vorsorglich schon mal die Verwendung einer Schutzhülle. Klar, das verhindert den leitenden Kontakt zur Antenne. Und böse Zungen unken bereits, es wird bald ein App geben, dass dem IPhone4-Besitzer das „richtige“ Halten seiner Neuerwerbung zeigt.

Lieber Steve Jobs: Seit Erfindung mobiler drahtloser Kommunikationseinrichtungen ist es üblich, die Antennen am oberen Gehäuseende anzubringen. Ok, das war lange bevor es eine Firma Apple Computer gab. Sogar lange bevor es Apple Records gab. Aber auch bei neuen UMTS-Handies ist dies üblich. Nicht, weil man das schon immer so gemacht hat, sondern weil man dort die geringste Abdeckung durch den Nutzer erwarten darf. Der faßt sein Mobilgerät eher in der Mitte oder unten an. Und das der menschliche Körper ein prima Leiter ist, sollte auch bekannt sein. Physik, 5. Klasse…

Wie Apple das Problem langfristig löst, wird spannend. Per Firmwareupdate kann man diese Fehlkonstruktion nicht beheben. Und der Blogger ist froh, so ein „normales“ Gerät eines etablierten Herstellers sein Eigen zu nennen. Das sieht zwar vielleicht nicht so schön aus, aber man darf es einfach wie man mag in der Hand halten, wenn man damit telefoniert. Sogar in der linken Hand, Herr Jobs.

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Mai 15

Hatten Kritiker nicht schon lange vor der Datenkrake Google gewarnt? Zwar hatte facebook sich in den letzten Wochen größte Mühe gegeben, sich mit allerlei Maßnahme zum Feind Nr.1 aller Datenschützer zu machen, aber nun schlägt der Suchmaschinengigant zurück.

Nach hartnäckigem Bohren der Hamburger Datenschützer gab google heute zu, nicht nur Position, Kanal, SSID und Mac-Adressen privater WLAN-Netze gespeichert zu haben, sondern auch „Payload“.  Also Nutzdaten.  Also Mails, Webseiten usw. Und das seit 2007, also seit die ersten Autos für Streeview durch die Straßen der Welt fahren.

Damit hat Google die schlimmsten Befürchtungen noch übertroffen. Natürlich schreibt man sofort, die sei ein unbeabsichtigter Fehler und die Aufzeichnung von Payload gar nicht beabsichtigt gewesen. Und man habe ja nur Fragmente erwischt, da man alle 0,2 Sekunden den Kanal gewechselt habe. Das mag sogar alles zutreffen. Dass es allerdings drei Jahre lang niemand gemerkt hat, dass man bei den Streetview-Fahrten riesige Datenmengen Payload aufzeichnete und speicherte, erscheint schwer vorstellbar.

Googles Firmenmotto „Don´t be evil“ hat heute doch einen heftigen Kratzer erlitten. Google hat in den letzten Wochen scheibchenweise das zugegeben, was sich nicht mehr leugnen liess. Natürlich werden nun die Kritiker gleich loswettern, sie haben es doch schon immer gewußt. Nein, liebe Kritiker, habt ihr nicht. Das systematische Aufzeichnen von Nutzdaten privater WLANs in mehr als 30 Ländern der Welt hat sich niemand vorstellen können.

Und die Konsequenzen? Die Bussgelder, die deutsche Datenschützer verhängen können, bewegen sich im Bereich bis zu 250.000 €. Für einen globalen Konzern wie Google sind das Beträge aus der Portokasse. Der mögliche Imageschaden wiegt schwerer. Gerade jetzt, wo Google mit dem Handy-Betriebssystem „Android“ immer mehr in das Privatleben von Millionen Handynutzer eindringt. Möchten Sie ein Handy haben, von dem Sie nicht wissen, ob und was es alles so „nach Hause“ zu Mama Google übermittelt? Dank GPS in den Telefonen sind da viele Dinge denkbar. Der Autor ist im Moment jedenfalls froh, ein Wunderwerk koreanischer Lötkunst ohne Android zu nutzen. Sicher ist sicher…

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