Feb 11

Vor wenigen Tagen entschied Indiens Telekom-Aufsicht, die Pläne von Facebook zu einem kostenlosen „Free Basics“ Internet nicht zu erlauben. Dahinter verbirgt sich ein Internet Lite, das im Wesentlichen aus Facebook und einigen wenigen anderen Diensten bestehen würde. weiterlesen »

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Nov 22

Nachdem Vodafone-Chef Vittorio Colao Anfang des Monates bei der Präsentation der aktuellen Quartalszahlen andeutete, das Kunden für besonders schnelles mobiles Internet auch extra zahlen sollen, legt nun Telekom-Chef Rene Obermann nach. In einem Interview mit „Zeit online“ forderte er ein Ende der Scheindiskussion über die Netzneutralität. „Wer eine zusätzliche Leistung in Anspruch nimmt, also als Kunde bestmögliche Bandbreite garantiert haben will, zahlt dann auch ein bisschen mehr“ wird der Manager zitiert. Klingt harmlos und einleuchtend, ist aber der Ausstieg aus der Netzneutralität und der Einstieg in die Zwei-Klassen-Gesellschaft beim mobilen Internet.

Und wer sich die Ergebnisse der LTE-Versteigerungen mal genau anguckt, der sieht hier den Schlüssel zu den Zwei-Klassen-Netzen. Aus dieser Option macht eine Telekom keinen Hehl. Die LTE-Frequenzen im Gigahertz-Bereich eröffnen in den Städten den Aufbau von Citynetzen für „Besserzahler“. Ganz ohne böse Verletzung der Netzneutralität oder Priorisierung bestimmter Inhalte oder Nutzer. Wer mehr zahlt und ein passendes Endgerät hat, kann dann eben die Turbofrequenz nutzen, alle anderen nutzen die anderen, überlasteten Frequenzen. Ich bin mir sicher, dass es so kommen wird und die beiden Marktführer in fünf Jahren „Premiumprodukte“ auf dieser technischen Basis anbieten werden. Mit dieser Lösung wird der Schein der Netzneutralität gewahrt und man hat dennoch das Produkt für die Besserzahler.

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