Apr 02

So, der März ist schon wieder um. Wir haben CeBIT, die ipad2-Premiere und das Beben in Japan gut überstanden. In Deutschland haben wir nun die Wende zum Atom-Ausstieg, was die Grünen und AMD freuen würde. Die Grünen, weil sie mehr als 30 Jahre für den Atom-Ausstieg kämpfen, die Chipschmiede, weil sie mit der Bobcat-Plattform endlich eine leistungsfähige Atom-Konkurrenz hat.

Aber war das alles im März? Nein!

Die Bundenetzagentur hat die TAL-Entgelte neu reguliert. Von 10,20 ging es hinuter auf 10,08, bei Einspeisung am KVZ sind es künftig 7,17 Euro, also satte 4 Cent weniger. Und doch geht von dieser Entscheidung, die auf den ersten Blick so belanglos ist, ein wichtiges Signal aus: Eigene Infrastruktur lohnt sich weiterhin. Allerdings können die neuen TAL-Entgelte allerdings nicht sofort verbindlich in Kraft treten, weil zunächst ein nationales Konsultations- und ein EU-weites Konsolidierungsverfahren zu den Entscheidungsentwürfen durchgeführt werden müsse. Die endgültige Festlegung erfolgt dann rückwirkens zum 1. April 2011.

Auch wenn es der VATM gebetsmühlenartig verneint: Hohe TAL-Entgelte fördern den  Wettbewerb der Technologien und schützen die Investitionen in eigene Infrastruktur. Reine Reseller ohne eigene Technik müssen tiefer in die Tasche greifen und verspüren so vielleicht eher Lust, doch in neue Technik zu investieren. Damit und nur damit kommt der Breitbandausbau in Bewegung. Ohne diese Maßnahmen würde der LTE-Ausbau in vielen Gegenden auf längere Sicht der letzte Ausbau in die Breitbandversorgung sein. Dabei ist schon heute klar, dass mittel- und langfristig nur die Glasfaser die benötigten Bandbreiten anliefern kann. LTE ist da so wie die Atomenergie nur eine Brückentechnologie und sollte nur für wenge Jahre mit einem klarem Ausstiegzeitpunkt verwendent werden.

geschrieben von Holger \\ tags: , , , , , , , ,

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