Jul 22

Wie am vergangenen Wochenende bekannt wurde, muss die Telekom nun mehr Kreuzverteiler aufstellen, damit Wettbewerber einen besseren Zugang zum vorhandenen Kabelnetz erhalten. Nach den Plänen der Bundesnetzagentur soll die verbleibende Strecke zwischen dem Kreuzverteiler und den Hausanschlüssen so kurz sein, dass eine Mindestgeschwindigkeit von 30Mbit/s erreicht werden kann. Je nach Kabelquerschnitt entspricht das einer Länger von 200 bis 300 Meter.

Zustande kam die Entscheidung nach erfolglosen Verhandlungen zwischen der Telekom und dem Wettbewerber EWEtel, der sich daraufhin Anfang Juni mit vier Forderungen an die Bundesnetzagentur wandte und einen Regulierungsantrag beantragte. Drei dieser Forderungen gab die Bundesnetzagentur nun statt: weiterlesen »

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Okt 12

Anfang 2009 vereinbarte die Telekom neben einer Kooperation mit Arcor in zwei Städten auch eine Kooperation mit der Oldenburger EWE Tel. Gegenstand dieser Vereinbarung war der gegenseitige Zugang zu den Netzen und der Ausbau der Infrastruktur in 9 norddeutschen Städten mit einer einheitlichen Technik. Während die Telekom in Bremerhaven, Wilhelmshaven, Emden und Stade VDSL bereitstellen wollte, sollte die Telekommunikationstochter des Energieversorgers EWE die Städte Leer, Vechta, Cloppenburg, Aurich und Delmenhorst ausbauen. Nun wurde das offenbar nie vertraglich fixierte Vorhaben zu Grabe getragen. Besonders überraschend sind die vom Delmenhorster Kreisblatt recherchierten Gründe:

Neben den nach wie vor unsicheren regulatorischen Vorgaben durch die Bundesnetzagentur wird von der EWE der zeitraubende Abstimmungsprozess als großes Hindernis benannt. Der dritte Grund sei die Konzentration des Regionalcarriers auf die Fläche im ländlichen Raum. Die EWE Tel hat sich in der Vergangenheit mehrfach um den Ausbau mit schnellen Verbindungen beworben und den Zuschlag erhalten. So wurde im Landkreis Oldenburg die Anbindung von 12.000 Haushalten mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket realisiert oder z.B. in den Gemeinden Stuhr und Weyhe, die zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Mehr Breitband fürs Land“ gehören.  Angesichts dieser reichlich geförderten Projekte erscheine nun der ungeförderte Ausbau einer Stadt wie Delmenhorst unattraktiv. „. „Geschwindigkeit und Umfang des Netzausbaus in Delmenhorst müssen neu besprochen werden.“ wird EWE Tel-Sprecher Christian Bartsch zitiert.

Sollten hier die Förderungen der öffentlichen Hand für ländliche Bereiche dazu führen, dass der Ausbau in anderen, weniger ländlichen Gebieten gestoppt oder verzögert wird? Die Äusserungen der EWE geben allen Grund zur Annahme, das in der Oldenburger Firmenzentrale Gedanken dieser Richtung nicht fremd sind.

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