Feb 15

Fast ein Dreiviertel Jahr nach den ersten Enthüllungen von Edward Snowden kommen noch immer neue Details an das Tageslicht, aber richtig schocken kann uns kaum noch was. Und es sind ja auch nicht immer nur die Geheimdienste, die uns auspionieren. 30 Jahre nach 1984 haben wir zwar keinen „großen Bruder“, aber die über uns gesammelte Datenfülle ist beängstigend hoch und alle Daten, die es irgendwo gibt, wecken Begehrlichkeiten. Grund genug, mal eine kleine und alles andere als vollständige Bestandsaufnahme zu machen.

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Nov 03

Gut fünf seit den ersten Enthüllungen um die Abhörpraktiken der NSA dachte man ja wirklich, nun kommt nichts Neues mehr. Falsch gedacht. Im Schlepptau um die Entrüstungen um das Kanzlerhandy platzte eine andere Bombe ungeahnten Ausmasses:

Die NSA hat nicht nur die großen US-Anbieter wie z.B. Apple, Facebook, Google, Microsoft oder Yahoo zur Mitarbeit gezwungen, sie hat deren internationale Leitungen auch noch heimlich angezapft. Doppelt ausspähen ist halt sicherer. Hierbei haben die Nachrichtendienste anderer Länder die NSA unterstützt, allen voran die Briten. Bei Google scheint man das geahnt oder befürchtet zu haben – der Konzern verschlüsselt seit 2012 teilweise auch den Datenverkehr zwischen seinen Rechenzentren und bietet den Kunden den sichereren Perfect Forward Security Schlüsselaustausch an.

Angesichts dieser Enthüllungen muss man den Eindruck gewinnen, dass die Geheimdienste der USA und einige Verbündeten wirklich alle Kommunikation ausspähen und teilweise aufzeichnen, derer sie habhaft werden und da scheinen die technischen Möglichkeiten sehr weitreichend zu sein. Und da muss sich jeder Internetnutzer die Fragen stellen:

Kann ich den US-Anbietern im Netz noch trauen?

Kann ich dem Internet noch trauen? Denn das wird ja von US-Firmen dominiert.

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Sep 01

Fast drei Monate nach den ersten Enthüllen zum wohl größten Datenskandal der Neuzeit ist es an der Zeit für ein Zwischenfazit.

Als gesichert darf man ansehen, dass wohl sämtliche Kommunikation, die über die großen US-Anbieter erfolgt, von der NSA überwacht wird. Also alles, was Sie über Dienste von Google, Yahoo, Microsoft (Skype!) usw. abwickeln, wird überwacht und die Metadaten Ihrer Kommunikation gespeichert. Die NSA ist dazu gesetzlich befugt, sofern es sich um Kommunikation von Nicht-US-Bürgern handelt. Nach allem, was in letzter Zeit gemeldet wurde, hat die NSA möglicherweise aber auch die US-Bürger intensiv überwacht – was wohl ausserhalb des rechtlichen Rahmens geschah. Ebenfalls gesichert ist, dass die NSA verschlüsselte Kommunikation speichert, also mehr als nur die Metadaten. Diese Kommunikation kann im Regelfall später entschlüsselt werden, wenn man in den Besitz der Schlüssel kommt. Das kann nur verhindert werden, wenn ein Verfahren wie Perfect Forward Secrecy verwendet wird. Google setzt das Verfahren übrigens seit einem Jahr an und inzwischen rüsten viele Anbieter nach. weiterlesen »

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