Jul 31

Am Montag den 1.8.2011 startet das neue Digitalradio DAB+. Die Weiterentwicklung des DAB-Standards, der sich in mehr als einem Jahrzehnt nicht durchsetzen konnte, soll der zukünftige Radiostandard für Deutschland werden und in ferner Zukunft einmal UKW ablösen.

Für DAB+ sind wieder einmal neue Empfänger erforderlich. Alte DAB-Empfänger beherrschen den neuen Standard nicht. Ein Teil der in den letzten zwei Jahren verkauften Digitalradios beherrscht bereits DAB+ bzw. kann durch ein Firmwareupdate aufgerüstet werden. Immerhin sind die neuen Geräte bereits ab 60 Euro zu haben.

Im Gegensatz zum bisherigen DAB, das regional ausgestrahlt wurde, startet DAB+ mit einem bundesweit einheitlichem Angebot von 12 Sendern, darunter bekannte Sender Energy, Lounge FM, Kiss FM, Deutschland und dem Fußballsender 90elf. Ausgestrahlt wird DAB+ zunächst nur in Ballungszentren. Details zu den Programmen, den erforderlichen Geräten und der aktuellen Versorgung sind unter www.digitalradio.de zu finden.

Der Kabelanbieter Kabel Deutschland meldet sein Inbetriebnahme der DAB+ Sender in Hannover, Bremen und Hamburg vermehrt Anrufer seiner Kunden. Gestört werden kann der Kanal 5, auf dem Kabel Deutschland „Das Erste“ analog anbietet. Im Gegensatz zum Satelliten TV schauen noch etwa 2/3 aller Kabelkunden analog TV.

Auch die Niedersächsiche Landesmedienanstalt (NLM) bestätigt mögliche Probleme, betont aber, dass die Ursache hierfür in unzureichend abgeschirmten Kabeln hinter dem Übergabepunkt der Kabel-Gesellschaft zu suchen sei. Hier wird dringend zum Einsatz von „Class A“ Kabeln mit einer Abschirmungsdämpfung von 90dB geraten. Problematisch werden vor allen Häuser sein, wo beim Umstieg von Antennenfernsehen auf Kabel-TV die alten Kabel der Hausantennenverteilung weitergenutzt wurden. Diese alten Kabel haben eine für den Kabelbetrieb unzureichende Abschirmung – was schon immer unzulässig war, aber bislang meist ohne Folgen blieb. Nun stört nicht das marode Hauskabel andere Dienste, nun fängt das ungeeignete Kabel die Störungen ein. Den Betroffenen kann man nur dringend raten, ihre Kabel vom Fernsehfachbetrieb austauschen zu lassen. Denn DAB+ ist die Zukunft und der Sendebetrieb wird später um weitere Kanäle mit weiteren Programmen aufgestockt, was bei unzureichender Abschirmung weitere Programm im Kabel-TV stören wird.

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Jun 19

Das viele Telefongesellschaften beim Service sparen, ist ja seit langem kein Geheimnis mehr. Auch wenn Anbieter ohne eigenes Netz Anfang des Jahres publikumswirksam einen langjährigen Angestellten als Service-Retter ins Rampenlicht gerückt hat, änderte sich effektiv wenig am Markt. Kein Wunder, haben die meisten Anbieter doch z.B. ihre Hotline an externe Call Center vergeben, wo der Anrufer sehr oft auf schlecht bezahltes und unzureichend geschultes Personal trifft. Nun wollte es das ZDF mal genauer wissen und beauftragte die Forschungsgruppe Wahlen mit einer telefonischen Umfrage. Befragt wurden 1203 represetentativ ausgewählte Kunden und die Ergebnisse überraschen kaum:

Demnach hatten 33,7% der Befragten in den letzten drei Jahren Ärger mit Ihrer Telefongesellschaft. 72,5% waren unzufrieden mit der Problembeseitigung, etwas die Hälfte der Befragten gab an, dass ihr Problem gar nicht gelöst worden sei und nur 6,7% waren mit der Lösung zufrieden. Das läßt tief blicken, zu mal die Probleme der Kunden im Wesentlichen die „Klassiker“ sind, die wir schon seit einem Jahrzehnt kennen. Also Internetausfall, keine telefonische Erreichbarkeit (häufig nach Portierungen) und fehlerhafte Rechnungen. Einige Details veröffentlicht das ZDF auf der eigenen Webseite.

Die WISO-Redaktion hat eine Dokumentation produziert, die am Montag den 21.6.2010 um 19:40 (VPS 19:25) gesendet wurde. Man kann sie unter dem Link zum ZDF noch einmal ganz leider in Teilen anschauen. Leider wird diese Möglichkeit nur einige Wochen nach Ausstrahlung existieren.

Mir persönlich hat besonders die Aussage von Urs Mansmann (c´t) gefallen: „Also wenn man sich Ärger einhandeln will, ist es das Beste, den bisherigen Vertrag selber zu kündigen…“. Sehr zutreffend formuliert. Leider sind die meisten Endverbraucher, wie auch aus meiner eigenen beruflichen Tätigkeit weiß, genau in diesem Punkt beratungsresitent.

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